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CoApp – Das Stadtlabor Wittenberg hat jetzt eine digitale Plattform! 

01.12. – In den letzten Wochen haben wir im Hintergrund fleißig getüftelt – jetzt ist es so weit: 
Das Stadtlabor Wittenberg hat eine eigene digitale Plattform. Ab sofort und zukünftig läuft ein großer Teil der gemeinsamen Organisation über die CoApp, eine in Deutschland entwickelte Plattform für gemeinschaftliche Projekte und offene Räume wie das Stadtlabor. Hier geht’s zur Anleitung für die ersten Schritte: HOW TO COAPP

Die Nutzung der CoApp ist für alle kostenlos und erfordert lediglich eine kurze Registrierung. Mit der Plattform möchten wir Abläufe wie Vernetzung, Veranstaltungsübersicht, interne Kommunikation sowie Buchungen und Ausleihen von mobilen Projekten (u. a. JuBmobil, Skate-Elemente, Minigold, Kino To Go, Spielfiguren) langfristig vereinfachen. 

Design Build: Restebauen – Offene Werkstatt mit Polycarbonara

30.11. – Direkt im Anschluss an die Abschlussfeier fand am Wochenende vom 29. bis zum  30. November der Workshop “Restebauen” statt! In einer offenen Werkstatt entwickelte das Duo Polycarbonara gemeinsam mit Menschen aus der Stadtgesellschaft aus übrig gebliebenen Materialien Neues für die Räumlichkeiten am Markt 3.  

Über die letzten Jahre hatte sich im Stadtlabor aus Bauworkshops und Projekten viele Dinge angesammelt: Holzreste, Platten, Farben, Seile, aber auch Schrauben, kleine Bauteile und Fundstücke. Anstatt diese ungenutzt liegen zu lassen, wurden sie an diesem Wochenende gesichtet, sortiert und in neue Einrichtungsstücke und Gegenstände für das Stadtlabor verwandelt. 

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Fotos: Luisa Gehnen, Max Leo Maurer

Die offene Werkstatt war bewusst so angelegt, dass jede:r mitmachen, Ideen einbringen und eigene Projekte umsetzen konnte – unabhängig davon, ob Vorkenntnisse vorhanden waren oder nicht. Manche blieben nur eine Stunde, andere den ganzen Tag oder sogar auch noch den zweiten. Immer wieder entstanden neue Ideen beim Sägen, Schrauben, Streichen, Knoten, Probieren und gemeinsamen Weiterdenken. 
 
Entstanden ist ein großes, mobiles Materiallager für all jenes, das nicht verabreitet wurde und nun offen zugänglich im Stadtlabor von allen, die Lust haben was eigenes zu bauen, genutzt werden kann. Zusätzlich entwickelten Laura und Max von Polycarbonara aus den Holzelementen des ehemaligen „Labyrinthums“ ein flexibles System, um immer wieder bedarfsabhängig neuen Stauraum zu schaffen – es entstanden bewegliche Lagerflächen, die den Transport durch die großen Räumlichkeiten erleichtern sollen. Es ist noch genug Material da, um weitere dieser Elemente zu bauen! Außerdem bauten zwei junge Teilnehmende einen Schmuckbogen, der im Schaufenster des Stadtlabors zu finden ist und das Team vom Stadtwohnzimmer baute eigen gestaltete Getränkekisten und -regale! 

Ein Rückblick mit Aussichten – 2,5 Jahre Stadtlabor Wittenberg 

28.11. – Ende November haben wir den Abschluss der Bundesförderung „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ gefeiert – und damit endet vorerst auch unser Auftrag als Team von @endboss.eu. In den letzten 2,5 Jahren ist eine Plattform entstanden, auf der Menschen aus der Stadt zusammenkommen konnten, um den Ist-Zustand der Innenstadt immer wieder neu zu verhandeln und Ideen zu erproben, wie Wittenberg lebendiger und zukunftsfähiger gestaltet werden kann.

In zahlreichen Veranstaltungen und Workshops haben wir dazu eingeladen, neue Perspektiven einzunehmen, ins Gespräch zu kommen und Wege zu finden, im Stadtraum selbstwirksam zu werden. Insgesamt sind 21 experimentelle Innenstadtprojekte entstanden, die zur Neuinterpretation von vielen Stadträumen und zur Bildung einer aktiven Stadtgesellschaft beigetragen haben.

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Fotos: William Veder

Eine wichtige Nachricht aus der Abschlussveranstaltung: Die Stadtverwaltung hat zugesagt, dass das Stadtlabor für weitere fünf Jahre fortgeführt werden soll!

Zum Abschluss haben wir eine Ausstellung eröffnet, in der alle Förderprojekte, Formate und Kooperationen der letzten Jahre dokumentiert sind. Ihr könnt sie weiterhin zu den regulären Öffnungszeiten besuchen. Außerdem ist eine Abschlusszeitung erschienen, die ihr euch im Stadtlabor kostenlos abholen könnt.

In den kommenden zwei Wochen geben wir hier auf Instagram weitere Einblicke, erzählen von den Projekten und teilen mit euch, wie es nun weitergeht!

Fachworkshop „Denkmal und Klimaschutz“ 

26.11. – Ende November 2025 fand im Stadtlabor Wittenberg der Fachworkshop „Denkmal und Klimaschutz – Freiräume im Wandel” statt. Vertreter:innen aus den Bereichen Verwaltung, Denkmalpflege, Stadtplanung und Naturschutz kamen zusammen, um über die klimatische Anpassung historischer Stadträume zu diskutieren. 

Ausgangspunkt der Diskussion war die Frage, wie sich Denkmalschutz und Klimaanpassung miteinander verbinden lassen – insbesondere in der steinernen Altstadt Wittenbergs, wo Versiegelung, Hitzeentwicklung und Nutzungsdruck auf historische Strukturen treffen.  

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Fotos: Luisa Gehnen

In Impulsen aus Forschung und Praxis – unter anderem von Antje Bruno von Architects For Future  – sowie bei einem Stadtspaziergang mit Bezügen zu den „Grünen Innenstadt-Oasen” wurden bestehende Herausforderungen sichtbar gemacht und erste Lösungsansätze diskutiert. Der Spaziergang zeigte, wie wichtig es ist, Klimaanpassung im Zusammenspiel von Bestand, Nutzung und Gestaltung zu denken. Ergänzend stellte Thea Keller das Förderprojekt „Grüne Innenstadt Oasen“ vor und verdeutlichte, wie temporäre Maßnahmen als niedrigschwellige Experimente genutzt werden können, um Erkenntnisse für langfristige Transformationsprozesse zu gewinnen. 

Ein weiterer Programmpunkt war die Ausstellung „Grünes Denkmal für Wittenberg” mit insgesamt acht studentischen Arbeiten, die im Rahmen eines dreitägigen Stegreifs an der TH Lübeck entstanden sind. Unter der Leitung von Prof. Kendra Busche (Studiengang Architektur) entwickelten Studierende visionäre Entwürfe, die die bestehende Denkmalreihe auf dem Marktplatz als Ausgangspunkt nehmen und sie um zeitgemäße, klimaorientierte Perspektiven erweitern.  

In der gemeinsamen Workshopphase wurde deutlich, dass neben einer besseren Vernetzung und klareren Grundlagen vor allem eines benötigt wird: ein spezifisches Klimaanpassungskonzept für die Altstadt. Während bestehende Klimakonzepte meist gesamtstädtisch ausgerichtet sind, erfordern die dichte Bebauung, hohe Versiegelung und die denkmalrechtlichen Rahmenbedingungen der historischen Innenstadt einen gezielten, differenzierten Umgang und eigene Strategien.  

Der Workshop zeigte, dass Klimaschutz und Denkmalpflege kein Gegensatz sind, sondern nur gemeinsam gedacht werden können. Er regte die Teilnehmenden dazu an, bestehende Strukturen zu hinterfragen, neue Allianzen zu bilden und proaktiv an klimaresilienten Lösungen für die Wittenberger Altstadt zu arbeiten. 

Ausstellung und Einweihung Kunst am Berg

21.11. – Mit der Ausstellung und Einweihung von „Kunst am Berg” am 21. November fand das Förderprojekt seinen feierlichen Abschluss. Im Stadtlabor hatten Besucher:innen die Gelegenheit, die im Laufe des Projekts entstandenen Originalzeichnungen und -bilder zu betrachten. Diese waren von Wittenberger Schüler:innen im Rahmen der künstlerischen Aufwertung des Bunkerbergs gestaltet worden.

Gleichzeitig bot der Abend Raum für Begegnung, Gespräche und inhaltliche Vertiefung rund um die Themen Natur und Umwelt in Beziehung zum Menschen. 

Parallel dazu wurde das Ergebnis im Stadtraum sichtbar: Die bedruckten Alu-Dibond-Platten wurden am Steg auf der Kuppe des Bunkerbergs in Blickrichtung des Kreisels Lutherstraße montiert. So ist hoch oben ein bunter Steg entstanden, der einen jungen, zeitgenössischen Blick auf Stadt und Identität aus jugendlicher Perspektive wirft.

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Fotos: Luise Klaus

Der ehemals vandalismusanfällige Steg wird so bewusst zur Bühne für sorgfältig kuratierte Arbeiten, um die Wahrnehmung des Ortes zu verändern und die Bedeutung und Geschichte des Bunkerbergs sichtbar zu machen.  

Die Ideengeberin und Künstlerin Ulrike Kirchner stellte den Projektverlauf und die Ergebnisse vor. Anschließend gab Thea Keller, Mitideengeberin des Projektes „Grüne Innenstadt Oasen“ in einem Vortrag Einblicke in ihre Arbeit im regionalen Natur- und Artenschutz. 

„Kunst am Berg“, auch bekannt als „Urban Nature Lines“, ist das Ergebnis eines intensiven gemeinsamen Prozesses: Rund 180 Schüler:innen der Sekundarschule Rosa Luxemburg und des Gymnasiums Leucorea entwickelten unter künstlerischer Leitung Motive zum Verhältnis von Mensch und Natur. Zehn Jugendliche arbeiteten besonders intensiv am finalen Steg mit und wählten gemeinsam 21 farbige Arbeiten mit insgesamt 62 Motiven aus. Diese wurden digitalisiert, auf wetterfeste Alu-Dibond-Platten gedruckt und mit einem Anti-Graffiti-Schutz versehen.

Labyrinthum: Abbau

20.11. – Mit dem Abbau der begehbaren Holzinstallation “Labyrinthum – Wege des Holzes” fand das Projekt von Studio Diagramm(a) nahe des Luthergartens seinen Abschluss. Über mehrere Monate hinweg wurde die bisher ungenutzte Fläche als offener Bewegungs- und Erfahrungsraum aktiviert.  

Die meisten Holzelemente werden nun nicht entsorgt, sondern weiterverwendet. Im Rahmen eines abschließenden Design-Build-Workshops im Stadtlabor erhalten sie eine neue Funktion und werden in die Einrichtung integriert. Holz als nachhaltiges Material ermöglicht so, dass sich der Prozess des gesamten Bauens und Umnutzens fortsetzen kann. 

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Fotos: Greta Hientzsch

Stadtwohnzimmer Eröffnungsparty

14.11. – Im November wurde das Stadtwohnzimmer im Stadtlabor offizielle eröffnet. Ab 19 Uhr füllte sich der Raum schnell: Freund:innen, Familie und Neugierige kamen zusammen, testeten die neuen Möbel, stießen mit Sekt oder Brause an und lernten das neue, öffentliche Wohnzimmer der Stadt kennen. 

Nach einleitenden Dankesworten von den Ideengeberinnen aus dem Kulturkollektiv Wittenberg entwickelte sich der Abend ganz im Sinne des Projekts: Es wurde getanzt, gespielt, diskutiert und gemeinsam Zeit verbracht. Für die musikalische Begleitung sorgte ein DJ aus dem Format Abstrakte Frequenzen, welches sich Anfang 2024 erstmalig im Stadtlabor gegründet hat.  

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Fotos: Greta Hientzsch

Mit dem Stadtwohnzimmer ist im großen Raum des Stadtlabors ein Rückzugs- und Begegnungsort entstanden. Teppiche, Lampen und verschiebbare, schallabsorbierende Sitzelemente schaffen eine Atmosphäre, in der man gerne verweilt. Es gibt keinen Konsumzwang, sondern Raum für eigene Ideen! 

Das Stadtwohnzimmer bleibt im Stadtlabor – zwar läuft die Bundesförderung „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ Ende 2025 aus, doch die nachhaltige Infrastruktur, die im Laufe der letzten zwei Jahre entstanden ist und Engagierten der Stadt gesichert für die kommenden Jahre zur Verfügung steht, ermöglicht ein Fortbestehen. Wenn ihr Lust habt, eine eigene Idee einzubringen, dann kommt gerne zu den regelmäßigen Planungstreffen des Kulturkollektivs dazu, die mittwochabends im Stadtlabor stattfinden.

Backmobil Jubiläum 

09.11. – Das Backmobil wurde ein Jahr alt! Dieses Jubiläum wurde am 9. November unter dem Motto „Backmobil & Friends“ im Stadtlabor gefeiert – zum Backen, Erzählen, Begegnen und Anstoßen auf ein Jahr gemeinsamer Zeit am Ofen.  

Im Mittelpunkt stand wie immer der mobile Holzofen, aus dem frisches Brot und andere Leckereien kamen. Dazu gab es Musik, Mitmachaktionen und viel Raum für Gespräche über Rezepte, Stadtleben und alles, was sich beim Warten auf das fertige Brot ganz von selbst ergibt. Ein besonderer Moment war die feierliche Einweihung des neuen „BackBuddy“: ein kleiner Anhänger, der das Backmobil künftig ergänzt und zusätzlichen Stauraum sowie mehr Flexibilität für mobile Backaktionen bietet. 

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Fotos: Greta Hientzsch

Ein Mini-Parcours mit Projekten wie “MiniGold” und dem “JuBmobil” sorgte begleitend für Bewegung während der Abstehzeit. Bei der Tombola, die unter anderem von der SoLaWi Wittenberg und der Buchhandlung “Der Esel auf dem Dach” unterstütz wurde, ging niemand leer aus. Alle Wittenberger:innen und Freund:innen des kleinen Holzofens der Stadt waren eingeladen, auf viele weitere Jahre des Anfeuerns, Abstehens und Ausbackens anzustoßen! 

Was im Herbst 2024 als mutiger Erstversuch begann, ist innerhalb eines Jahres zu einem festen Bestandteil des Stadtlabor-Programms geworden. Initiiert von der gebürtigen Wittenbergerin Jeannette Merker, die heute zwischen Berlin und dem kleinsten Holzofen der Stadt Wittenberg pendelt, verbindet das Backmobil seitdem Menschen durch gemeinsames Tun. 

Fachsymposium „Jugend und Stadt“ – Perspektiven für eine gerechte Stadt

04.11. – Anfang November 2025 fand im Stadtlabor Wittenberg das Fachsymposium „Jugend und Stadt” statt. Vertreter:innen aus den Bereichen Verwaltung, Jugendpflege, Streetwork und Schulsozialarbeit kamen zusammen, um über die Rolle von öffentlichem Raum für Jugendliche sowie über Möglichkeiten der inklusiveren Gestaltung von Stadtentwicklung zu diskutieren.

 Ausgangspunkt waren Erfahrungen aus über zwei Jahren Stadtlabor-Arbeit: Zwar nutzen Jugendliche die Innenstadt intensiv, stoßen dabei jedoch häufig auf Ablehnung oder Verdrängung. Viele dieser Konflikte entstehen nicht durch individuelles Fehlverhalten, sondern durch strukturelle Defizite wie fehlende konsumfreie Treffpunkte, mangelnde Infrastruktur und zu wenig Raum für selbstbestimmte Aufenthalte. 

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Fotos: Luisa Gehnen

Einen zentralen Impuls lieferte Berit Mühl von der Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes Sachsen-Anhalt. Sie ordnete Jugend als Lebensphase mit eigenen Entwicklungsaufgaben ein und sensibilisierte dafür, jugendliche Lebensrealitäten stärker in Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen. 

Ausgerichtet an der Neuen Leipzig-Charta stand das Leitbild der gerechten Stadt im Zentrum: eine Stadt, die niemanden ausschließt und allen Gruppen gleichberechtigten Zugang zu Raum und Mitsprache ermöglicht.  

Das Symposium machte deutlich: Eine Stadt, die Jugendlichen zuhört und ihnen Raum gibt, stärkt nicht nur junge Menschen, sondern auch ihre eigene Zukunftsfähigkeit. 

Eine nähere Zusammenfassung des Workshops findet ihr bald hier auf unserer Website. 

A_FLOAT: Ende der Installation

30.10. – Während der Sommermonate wurde das A_Float als schwimmende Plattform auf dem Schwanenteich genutzt, nun wurde es abgebaut und sorgfältig eingelagert. Über die Saison hinweg hatte das Floß der Arcane Studios einen besonderen Ort zwischen Wasser und Stadt geschaffen – einen Platz zum Verweilen, Beobachten und Begegnen.

Die Ideengeberin des Projektes justierte das Projekt im Laufe der Installation immer wieder nach, um auf verschiedene Einflüsse, die das Floß auf dem Wasser erlebte, zu reagieren. Das ist ein wichtiger Teil des Prozesses, denn nur so können räumliche Interventionen, die vorher so nicht im Stadtraum existierten, an die tatsächlichen Bedürfnisse des Ortes angepasst werden. 

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Fotos: Greta Hientzsch

Die modulare Konstruktion bleibt erhalten und kann in Zukunft erneut zum Einsatz kommen. Als flexibel nutzbare Struktur eröffnet das Floß weiterhin die Möglichkeit, Wasserflächen temporär als öffentlichen Raum zu nutzen.  

WANDERWALD: Saisonende

25.10. – Nach seinem letzten Umzug an den Bach beim Schlosspavillion ging der Wanderwald Ende Oktober in die Winterpause. Die mobile Installation wurde behutsam abgebaut, nachdem sie über mehrere Stationen hinweg unterschiedliche Orte der Innenstadt bespielt hatte. 

Die Bäume finden nun dauerhaft ein Zuhause auf einem Wittenberger Schulhof, wo sie eingepflanzt und weiter gepflegt werden. Die rollbaren Elemente bleiben erhalten und können künftig für weitere Formate und Projekte des Stadtlabors genutzt werden. Begleitend zum Abschluss entstand eine kleine Publikation mit Zeichnungen einer Künstlerin, die Bäume des Wanderwalds dokumentiert hat. 

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Fotos: Greta Hientzsch

COLORFUL CITY – Graffiti-Workshop für eine buntere Innenstadt

11.10. – Im Oktober wurde es im Stadtlabor richtig bunt: Das von zwei Schülerinnen des Gymnasiums Leucorea entwickelte Projekt „Colorful City“ lud Kinder und Jugendliche dazu ein, Street Art selbst auszuprobieren und ihre Stadt kreativ mitzugestalten.  

Bei einem ganztägigen Workshop, der vom Künstler:innen-Team RED TOWER erhielten die 20 Teilnehmenden eine Einführung in die Hip-Hop-Kultur und Street Art. Anschließend gab es ein eigenes Material-Set mit Acrylmarkern und Atemschutzmasken. Dann ging es ans Skizzieren, Grundieren und schließlich ans farbige Sprayen. Insgesamt entstanden in Teamarbeit zwölf wetterfeste Platten, die nun Anfang 2026 im Stadtraum ausgestellt werden sollen.  

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Fotos: Greta Hientzsch

Die.Tischlerin zu Gast im Stadtlabor – Nachwuchs im Handwerk

23.09. – Im September widmete sich das Stadtlabor einem drängenden Thema: dem Nachwuchs im Handwerk. Viele Betriebe stehen vor ähnlichen Herausforderungen – sinkende Bewerber:innenzahlen, fehlenden Grundkompetenzen nach der Schule sowie wachsende Hürden in Organisation und Mobilität. 

Gemeinsam wurde der Frage nachgegangen, was das für unsere Städte bedeutet und wie das Handwerk wieder an Attraktivität gewinnen kann.

Vor Besucher:innen aus Handwerksbetrieben, Fachkräften aus Schulen und Menschen, die selbst mit Fachkräftemangel zu tun haben, hielt die Tischlerin und Content Creatorin Isabelle Vivianne (@die.tischlerin) einen Impulsvortrag. 

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Fotos: Patrick Dücker

Mit ihrer großen Reichweite auf Instagram, TikTok und YouTube bricht sie Rollenbilder auf und spricht offen über Gleichberechtigung, mentale Gesundheit und die Generation Z im Handwerk.  

Schnell wurde deutlich, wie entscheidend der Umgang mit Auszubildenden ist. Ihr klares Statement: “Azubis schlecht zu behandeln ist betriebsschädigend.” Negative Erfahrungen in der Ausbildung schrecken junge Menschen ab und wirken sich langfristig auf ganze Betriebe und Berufsfelder aus. Ihr Appell war deutlich: hinschauen, Probleme ansprechen und Verantwortung übernehmen, auch auf struktureller Ebene.  
 
Gleichzeitig zeigte sie auf, was junge Menschen im Handwerk suchen: Verantwortung übernehmen, eigene Projekte umsetzen, am Beruf wachsen und erleben, dass ihre Arbeit zählt. Mit Initiativen wie der von ihr gegründeten Handwerksbörse, dem Macher-Festival oder dem Freien Handwerksjahr entstehen neue Wege, um junge Menschen und Betriebe miteinander zu verbinden.  

Wohnzimmer Welt Bauworkshop 2 + Einweihungsfeier 

20.09. – Im September ging das Projekt “Wohnzimmer Welt” in die nächste Runde: Beim zweiten Bauworkshop wurde der Gemeinschaftsgarten in der Collegienstraße weiter zu einem offenen Wohnzimmer unter freiem Himmel entwickelt. Aufbauend auf den Ideen aus den vorangegangenen Treffen setzte das Team von Studio Zugang gemeinsam mit Nachbar:innen und Interessierten konkrete Pläne um.  

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, was ein Wohnzimmer im Stadtraum braucht, um ein Ort des Zusammenseins zu sein. Aus gesammelten Ideen, Skizzen und Entwürfen entstanden Objekte und Möbel, die direkt vor Ort gebaut, angepasst und ausprobiert wurden. Der Garten wurde dabei selbst zur Werkstatt: ein Ort zum Basteln, Bauen, Austauschen und gemeinsamen Entscheiden.  

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Fotos: Greta Hientzsch

Beim Bauworkshop sind wetterfeste Möbel entstanden, darunter eine große Tafel zum gemeinsamen Essen, Spielen und Austauschen im hinteren Teil des Gartens. Am Eingang lädt ein „Geben-und-Nehmen-Schränkchen“ dazu ein, Bücher und kleine Schätze zu tauschen. 

Der Bauworkshop mündete in ein offenes Gartenfest. Beim gemeinsamen Essen, Sitzen und Gesprächen wurden die neuen Elemente direkt eingeweiht! 

KINO TO GO – das war das Filmfestival!  Kino auf Rollen für die Innenstadt ab sofort zum Ausleihen 

13.09. – Mitte September wurde die Wittenberger Innenstadt zum Freiluftkino. Mit Popcorn, rotem Teppich, Klappstuhl unter dem Arm und dem selbstgebauten Kinowagen zog das Kollektiv UFO UFO gemeinsam mit den teilnehmenden Kindern durch die Stadt. Der Kinowagen bleibt im Stadtlabor und kann dort für eigene Projekte ausgeliehen werden – Kino To Go lebt damit weiter.

Unterwegs schlossen sich immer wieder neue Menschen an: Nachbar:innen, Passant:innen, Neugierige. Mit Einbruch der Dämmerung setzte sich schließlich ein mobiler Kinoraum in Bewegung. Gezeigt wurden Kurzfilme wie „Yuck!“, „Der Besuch“ und „Ice Merchants“, die an ganz unterschiedlichen Orten der Innenstadt projiziert wurden: an Fassaden leerstehender Häuser, in Seitenstraßen und an unerwarteten Plätzen. 

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Fotos: Greta Hientzsch, UFO UFO

Die Stadt wurde zur Leinwand, bekannte Wege bekamen neue Bedeutungen und Orte, die sonst kaum Aufmerksamkeit erhalten, rückten für einen Moment ins Zentrum. Am zweiten Abend verwandelte sich die Schlosswiese in ein Open-Air-Kino. Hier wurde der Film „Raya und der letzte Drache” gezeigt – ein gemeinsamer Abschluss, der noch einmal deutlich machte, wie niedrigschwellig, offen und verbindend Kino im öffentlichen Raum sein kann. 

Der Kinowagen bleibt im Stadtlabor und kann ab sofort für eigene Ideen ausgeliehen werden. Damit lebt Kino To Go weiter – als Einladung, Kultur in Bewegung zu bringen und neue Perspektiven auf die Stadt zu eröffnen. 

WANDERWALD in Bewegung

30.08. – Einige Wochen nach seiner Eröffnung setzte sich der Wanderwald, ein Projekt der ARGE:300, in Bewegung. Dank der rollbaren Gestelle zog die Installation vom ursprünglichen Standort auf den Marktplatz weiter.  

Am neuen Ort wurde der Wanderwald behutsam erweitert: solar­betriebene Leuchten aus Recyclingmaterial sorgten in den Abendstunden für eine stimmungsvolle Atmosphäre, ergänzt durch eine kleine Ladestation. Die Installation wird die nächsten Wochen am Marktplatz verbringen, bevor sie noch ein drittes Mal innerhalb der Innenstadt wandert!

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Fotos: Greta Hientzsch

WANDERWALD in der Innenstadt 

24.08. – Ende August erwachte die Fläche zwischen Schloss- und Coswiger Straße zum Leben: Die ARGE:3000 eröffnete dort den Wanderwald, eine mobile und raumprägende Intervention aus rund 20 heimischen Bäumen. Auf bislang versiegeltem Boden entstand so ein neuer, spürbar veränderter Stadtraum. 

In Trögen gepflanzt, gruppierten sich die Bäume um mobile Plattformen mit integrierten Sitzmöglichkeiten. Eine grüne Insel mitten in der Innenstadt – ein Ort zum Abkühlen, Verweilen und Entdecken. Schatten, Blattwerk und Temperaturunterschiede wurden unmittelbar erfahrbar und machten deutlich, wie stark Grün selbst auf kleinem Raum das Stadtklima beeinflussen kann. 

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Fotos: Greta Hientzsch

Zur Eröffnung bot der NABU Wittenberg einen ökologischen Spaziergang durch die Innenstadt an. Dabei wurde deutlich, welche Rolle Stadtnatur als Lebensraum für Pflanzen und Insekten spielt und wie sehr Versiegelung (die in Wittenberg besonders hoch ist) ökologische Zusammenhänge beeinflusst. Dieser Rundgang schärfte den Blick für die Stadt als ökologisches System und bildete den Rahmen für ein anschließendes Erleben des Wanderwalds. 

Nach dem Spaziergang wurde gemeinsam die Eröffnung gefeiert: mit Brot vom Backmobil, einem temporären Wasserbecken und vielen Gesprächen. Bereits in einige Wochen ist der Umzug auf den Marktplatz geplant! 

MINIGOLD – Workshop & erster Abschlag  

24.08. – Ende August realisierte das Kollektiv Von Null gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen kreativen Minigolfparcours für die Wittenberger Innenstadt. Die mobilen Bahnen bleiben im Stadtlabor und können dort kostenlos für eigene Turniere ausgeliehen werden – inklusive Wanderpokal.

Der erste Tag stand unter dem Motto Material- und Ideenfindung: Aus einem Sammelsurium recycelter Materialien entwickelten Kinder, Jugendliche und Erwachsene erste Konzepte für Minigolfbahnen, die flexibel an verschiedenen Orten der Innenstadt eingesetzt werden können.

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Fotos: Greta Hientzsch

Am zweiten Tag ging es ums Ausprobieren und Bauen – es wurde getestet, angepasst und weiterentwickelt, bis aus Ideen bespielbare Bahnen wurden. Den feierlichen Abschluss bildete die Eröffnung des Parcours am 31. August auf dem Arsenalplatz.

Dort wurden die selbst gebauten Hindernisse bei einem offenen Minigolf-Tournier erstmals gemeinsam bespielt und eingeweiht. Für einen Nachmittag verwandelte sich der Platz in eine lebendige Spielzone, in der Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen gegeneinander – und miteinander – antraten.  

Bei der anschließenden Siegerehrung wurden die ersten drei Plätze mit einem goldenen Minigolfball ausgezeichnet, doch im Mittelpunkt stand vor allem das gemeinsame Spiel. 

Die mobilen Bahnen bleiben nun im Stadtlabor und können kostenlos für eigene Turniere ausgeliehen werden – inklusive Wanderpokal, der bei jedem neuen Spiel weiterzieht und so das Projekt in die Stadt hinausträgt. 

Umsetzung A-Float

16.08. – Gemeinsam mit einer Gruppe von Architekt:innen, Teilnehmenden des Euro-Camps und engagierten Helfer:innen aus der Stadtgesellschaft hat das Arcane Studio ein Floß gebaut und am Schwanenteich installiert. Die Konstruktion aus vier modularen Holzplattformen und Schwimmkörpern, die durch eine kleine Brücke mit dem Festland verbunden sind, eröffnet einen neuen Zugang zum Wasser und lädt in den kommenden Wochen zum Verweilen ein. 

Mit dem Floß-Projekt wird das Wasser als Teil des öffentlichen Raums erfahrbar und schafft einen Ort der Begegnung – zwischen Menschen, aber auch zwischen Stadt und Umwelt. Wo Wasserflächen sonst oft nur betrachtet werden können, ermöglicht das Floß das tatsächliche Betreten und Erleben aus einer ganz neuen Perspektive.  

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Fotos: Greta Hientzsch

Umsetzung Labyrinthum 

16.08. – Das Studio Diagramm(a) hat gemeinsam mit Teilnehmenden des Euro-Camps und engagierten Wittenberger:innen auf einer freien Grünfläche neben dem Luthergarten ein begehbares Holzlabyrinth aufgebaut.

Die temporäre Installation lädt dazu ein, sich spielerisch zu verlieren und wiederzufinden, und macht den Stadtraum auf eine neue, ungewohnte Weise erfahrbar. Eine bislang wenig genutzte Fläche wurde durch diese einfache, aber wirkungsvolle Intervention aktiviert und als Aufenthalts- und Erfahrungsraum neu definiert. 

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Fotos: Greta Hientzsch

Spielfeld Stadt  

14.08. – Mitte August wurde der Arsenalplatz im Rahmen einer großen Mitmachaktion in ein offenes Spielfeld verwandelt: Mit Asphaltstickern, Farbe und Werkzeug entstand direkt auf dem Boden ein neues Angebot für Spiel, Bewegung und Begegnung. Die Idee für dieses Projekt stammt von der Behindertenbeauftragten des Landkreises, die es gemeinsam mit dem Reso-Witt e. V. umgesetzt hat.

Unterstützt von der Designerin Erika Bosch und Endboss entstand ein inklusives Design, das neben klassischen Spielen wie Dame, Backgammon, Mühle, „Mensch ärgere dich nicht” und „Tic Tac Toe” auch offene Bewegungsflächen für eigene Ideen umfasst. Die Auswahl der Spiele ist bewusst niedrigschwellig und generationsübergreifend: Sie sind vertraut, einfach zugänglich und für viele sofort nutzbar. 

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Platzgestaltung vor Shopping Center in Wittenberg — 14.08.2025
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05 Stadtlabor Wittenberg Förderprojekt Spielfeld Stadt Arsenalplatz Klopfen Foto William Veder
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Fotos: Greta Hientzsch

Von Beginn an stand die Frage im Raum, wo es in der Innenstadt kostenlose, barrierefreie und konsumfreie Angebote für Kinder und Jugendliche gibt. Der Arsenalplatz wurde deshalb so gestaltet, dass möglichst viele Menschen ihn nutzen können, unabhängig von Alter, Fähigkeiten oder Voraussetzungen.  

An der Umsetzung waren Teilnehmende des Euro-Camps, Kinder und Jugendliche von Reso-Witt e. V., dem Jugendclub Techna sowie zahlreiche engagierte Freiwillige aus Wittenberg beteiligt.  

Ab dem 28. August ergänzen QR-Codes auf dem Platz das Angebot: Sie liefern Spielanleitungen und Hinweise zur Ausleihe von Spielfiguren. 

Wohnzimmer Welt – Bauworkshop 1 

13.08. – Vom 11. bis 13. August fand die erste Bauaktion des Projekts „Wohnzimmer Welt” im Gemeinschaftsgarten in der Collegienstraße statt. Gemeinsam mit Helfer:innen aus der Nachbarschaft gestaltete das Team von Studio Zugang eine neue Eingangssituation, um den Garten offener, zugänglicher und einladender zu machen. 

Die Bauaktion knüpfte an einen zuvor stattgefundenen Entwurfsworkshop an und setzte erste Ideen praktisch um. Durch das gemeinsame Arbeiten, Bauen und Abstimmen vor Ort wurde der Gemeinschaftsgarten als öffentlicher Raum weiterentwickelt und neu erlebbar gemacht. 

WohnzimmerWelt Bauworkshop GretaHientzsch
WohnzimmerWelt Bauworkshop GretaHientzsch
WohnzimmerWelt Bauworkshop GretaHientzsch
WohnzimmerWelt Bauworkshop GretaHientzsch
WohnzimmerWelt Bauworkshop GretaHientzsch
WohnzimmerWelt Bauworkshop GretaHientzsch
Wohnzimmer Welt Bauworkshop PatrickDücker
WohnzimmerWelt Bauworkshop GretaHientzsch
WohnzimmerWelt Bauworkshop GretaHientzsch
Wohnzimmer Welt Bauworkshop PatrickDücker
Wohnzimmer Welt Bauworkshop PatrickDücker
Wohnzimmer Welt Bauworkshop PatrickDücker

Fotos: Greta Hientzsch, Patrick Dücker

Für eine zweite Bauaktion im September sind weitere bauliche Elemente, darunter neue Möbel, geplant. Sie werden den Garten ergänzen und seine Nutzungsmöglichkeiten erweitern. 

Grüne Innenstadt Oasen – Beginn der Bauphase 

10.08. – Im August wurden die ersten Module des Projekts „Grüne Innenstadt-Oasen” der fertiggestellt. Die Gabionen-Grundgerüste wurden mit recyceltem Mauerwerk und Bauschutt des Entsorgungsfachbetriebs Zegarek befüllt – vielen Dank für die Spende! Materialien, die sonst als Abfall gelten würden, werden weiterverwendet und in neue, nutzbare Stadtmöbel verwandelt. 

Anschließend wurden die integrierten Hochbeete bepflanzt. Künftig können sich Rankpflanzen an den Gabionen emporwinden und für zusätzliches Grün in der Innenstadt sorgen. Die Grünen Innenstadt-Oasen verbinden Begrünung, Aufenthaltsqualität und Ressourcenschonung auf praktische Weise.

GrüneInnenstadtOasen Aufbau PatrickDücker
GrüneInnenstadtOasen Produktion PatrickDücker
GrüneInnenstadtOasen Aufbau PatrickDücker
GrüneInnenstadtOasen Aufbau PatrickDücker
GrüneInnenstadtOasen Aufbau PatrickDücker
GrüneInnenstadtOasen Aufbau PatrickDücker
GrüneInnenstadtOasen Aufbau PatrickDücker
GrüneInnenstadtOasen Aufbau PatrickDücker
GrüneInnenstadtOasen Aufbau PatrickDücker
GrüneInnenstadtOasen Aufbau PatrickDücker

Fotos: Greta Hientzsch

So entstehen Sitzgelegenheiten für Menschen und Rückzugsorte für Insekten und kleine Tiere – mitten im urbanen Raum. In den kommenden Wochen wird das Projektteam die restlichen von insgesamt 12 Modulen aufbauen und freut sich über helfende Hände!  

KINO TO GO – Bauworkshop und Stadterkundung mit Kindern

30.07. – Ende Juli startete das Projekt „Kino To Go” des Kollektivs UFO UFO im Stadtlabor Wittenberg. In einem Bauworkshop planten und konstruierten die Ideengeber:innen gemeinsam mit zehn Kindern einen mobilen Kinowagen. Dabei wurde nicht nur entworfen, sondern auch praktisch gearbeitet. Die Kinder bohrten, schraubten und strichen selbst und setzten ihre Ideen Schritt für Schritt in die Tat um.

Parallel dazu gestalteten sie zusammen mit dem Team zahlreiche bunte Banner und Ankündigungsplakate im Siebdruckverfahren.
Diese wurden am Kinowagen befestigt und in der Innenstadt verteilt. So entstand nicht nur ein funktionales Objekt, sondern auch eine sichtbare Einladung an die Stadtgesellschaft, neugierig zu werden und teilzuhaben. 

KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch
KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch
KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch
KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch
KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch
KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch
KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch
KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch
KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch
KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch
KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch
KINOTOGO Bauworkshop GretaHientzsch


Fotos: Greta Hientzsch

Im August wurde der Stadtraum dann zur Lern- und Experimentierwerkstatt, in der Orte spielerisch angeeignet wurden. Bei einer Rallye erkundeten die Kinder mögliche Orte und Wände, die sich für Filmprojektionen eignen.  

Am Ende der Workshopphase wählten die Kinder die Filme aus, die beim Open-Air-Filmfestival am 12. und 13. September an verschiedenen Orten in der Wittenberger Innenstadt gezeigt werden.  

Das war das Skate-Camp von Rollrevolution!

20.07. – Mitte Juli verwandelte sich das Stadtlabor für ein Wochenende in ein Skate-Camp. Im Rahmen des Förderprojekts „Rollrevolution“ hatten zehn FLINTA*-Personen die Möglichkeit, gemeinsam das Skaten auszuprobieren, voneinander zu lernen und den öffentlichen Raum selbstbewusst für sich zu entdecken. Die entstandenen Skate-Elemente stehen im Stadtlabor zur Ausleihe bereit und können flexibel in der Innenstadt eingesetzt werden.

Unter Anleitung des Designstudios „Wert der Dinge“ entwarf und baute die Gruppe insgesamt fünf mobile Skate-Elemente. Diese können im Stadtlabor ausgeliehen und an verschiedenen Orten der Innenstadt zum Skaten genutzt werden. Dabei ging es nicht nur um handwerkliches Arbeiten, sondern auch darum, selbst aktiv zu werden und Verantwortung für die eigene Umgebung zu übernehmen.

SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker
SkateCamp RollRevolution PatrickDücker


Fotos: Greta Hientzsch

Zum Auftakt des Skate-Camps hielt die Stadtforscherin, Autorin und Beraterin Dr. Mary Dellenbaugh-Losse einen Vortrag zu gendergerechter Stadtplanung und teilte ihre Visionen darüber, wie Städte gestaltet sein müssen, damit sich alle Menschen sicher, willkommen und beteiligt fühlen können. 

Die mobilen Elemente ermöglichen es, unterschiedliche Orte in der Innenstadt immer wieder neu zu bespielen. Durch das gemeinsame Bauen wurden die Teilnehmer:innen bestärkt, sich den Stadtraum aktiv anzueignen und ihn nach ihren Bedürfnissen umzugestalten, statt ihn nur passiv zu betreten. (Hier gibt es einen MDR-Videobeitrag zu dem Wochenende)

Die gebauten Skate-Elemente können im Stadtlabor ausgeliehen und an verschiedenen Orten der Innenstadt genutzt werden. Bei Interesse schreibt uns einfach eine Mail oder meldet euch direkt über Instagram.

Rollrevolution: Skate-Camp vom 18.–20.07.25

01.07. – Das FLINTA* Skatecamp steht vor der Tür – ein Wochenende voller Skate-Sessions, Inputs & Community! Das Projekt „RollRevolution“, eine angehende FLINTA*- Skatecommunity aus Wittenberg, kommt so zu ihrem Höhepunkt. Teilnehmer*innen können sich untereinander vernetzen, die Skatekultur näher kennenlernen und hoffentlich inspiriert werden, selbst Communities beizutreten oder zu gründen. (FLINTA* steht für Frauen, Lesben, inter-, nicht-binäre-, trans- und agender-Personen). Die Teilnahme ist kostenlos! Egal wie gut oder unerfahren, ab 14 Jahren sind alle Willkommen, auch Nicht-Wittenberger*innen. Hier könnt ihr euch anmelden: ANMELDUNG SKATE CAMP ROLLREVOLUTION

DAS SIND DIE AUSGEWÄHLTEN PROJEKTE DER DRITTEN VERFÜGUNGSFOND-RUNDE!

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Foto: Ole Blank

20.06. – Im Mai 2025 haben die Kinder und Jugendlichen in Wittenberg ein zweites Mal die Zukunft ihrer Innenstadt selbst in die Hand nehmen können und ganze 9 Projekte für die dritte (und letzte) Verfügungsfond-Runde ausgewählt!

Nach dem Open Call im Frühjahr 2025 wurden insgesamt 23 Innenstadtideen von Menschen aus und außerhalb der Stadt für den dritten und somit letzten Verfügungsfond (diesmal in Höhe von 128.000 Euro) eingereicht. Erneut haben wir eine große Abstimmung in allen 17 Schulen Wittenbergs organisiert: alle Schüler:innen von der 3. bis zur 13. Klasse haben eine „Ideenzeitung“ mit eingelegten Abstimmungsbögen erhalten. Diese haben wir für jede Klasse einzeln gepackt und an die Schulen geliefert – diesmal waren wir in 20 Klassen eingeladen, das Stadtlabor, die Zeitung und den demokratiebildenden Prozess der Abstimmung vorzustellen. Dieser Dialog ermöglichte einen Austausch dazu, wie Teilhabe und die Verantwortung für die eigene Stadt funktionieren können. Nach drei Wochen haben wir die Stimmzettel wieder eingesammelt und ausgewertet: bis auf eine Grundschule haben alle Schulen der Stadt teilgenommen und ingesamt 3200 Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit genutzt, eine Entscheidung für die Zukunft ihrer Innenstadt zu treffen! Diese hohe Teilnahme verdanken wir insbesondere den engagierten Schulleitungen, Sekretariaten und Lehrkräften! Neun Projekte wurden dazu ausgewählt, die Innenstadt Wittenberg noch in diesem Jahr zu beleben. Sie werden aktuell in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtlabor und der Stadtverwaltung ausgearbeitet. Die ausgewählten Projekte seht ihr HIER HIER HIER

Backmobil im Fernsehen

20.06. – Das Backmobil wurde bei einem OPEN OFEN Format von dem MDR begleitet! Als kleinster mobiler Holzbackofen Wittenbergs versammelt das Backmobil regelmäßig Menschen, Geschichten und Rezepte und schafft so Austausch. Schaut gerne mal vorbei: Jeannette Merker begeistert mit ihrem Backmobil in Wittenberg

Es wird wieder abgestimmt!

15.05. – Erneut befinden wir uns in der Abstimmungsphase, diesmal über die Ideen aus der dritten Runde im Rahmen unseres Verfügungsfonds. Aus dem Ideenaufruf im Frühjahr sind insgesamt 23 Ideen eingereicht worden, über die ab dieser Woche von allen Schüler:innen in Wittenberg (ab der dritten Klasse) abgestimmt werden kann. Die finale Entscheidung liegt auch jetzt ganz bei den Kindern und Jugendlichen – nicht bei der Politik, nicht im Rathaus und nicht bei uns, sondern bei denjenigen, die die Zukunft der Stadt am meisten betrifft. 

Die Abstimmung in den Schulen geht bis zum 02. Juni. Wenn deine Klasse aus irgendeinem Grund nicht mitmacht – das gibt es leider auch – dann melde dich bitte bei uns – am besten per Mail unter hallo@stadtlabor-wittenberg.de oder unter 01639663291.  

Für alle Schüler:innen, die während des Abstimmungszeitraums Fragen zu den eingereichten Ideen oder allgemein zur Abstimmung haben, gibt es ab sofort bis zum 02. Juni (Ausnahme: 29. Juni wegen Feiertag) eine Extra-Sprechstunde und zwar immer donnerstags  von 15:30 -17 Uhr. In dieser Zeit können auch die Abiturient:innen, die zur Zeit der Abstimmung keinen regulären Unterricht haben, ihren Wahlzettel im Stadtlabor ausfüllen!

Wir sind total gespannt, wie ihr euch entscheidet und drücken allen Ideengeber:innen die Daumen! 

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Es war einmal … eine märchenhafte Schnitzeljagd! – jetzt in der Innenstadt

25.03. –

Am 23.03. hat das Förderprojekt „Es war einmal … eine märchenhafte Schnitzeljagd“ bei einem Fest im Eunicke-Park Einweihung gefeiert! Von nun an könnt ihr euch jederzeit auf die Suche nach versteckten Märchen in der Innenstadt machen.

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Im Dezember 2023 haben sechs Kinder in Unterstützung des Vereins Leucoreadorf Bystrica beim Ideenmarathon mit ihrem Projekt überzeugt: die Innenstadt Wittenbergs sollte durch einen Märchen-Audio-Walk zu einem interessanten Erlebnisraum für Kinder werden. In den vergangenen Monaten haben die Ideengeberinnen zusammen mit der Wittenbergerin Lisa Marie Sauerbrey (Narration und Text) Märchen ausgewählt, umgeschrieben und im lokalen Tonstudio „Blank Room Audio“ selbst eingesprochen. Zusammen mit dem Wittenberger Künstler Mario Stieber haben sie dann Illustrationen hergestellt. Bei einem Workshop haben wir gemeinsam mit der Plattform Interkit eine Web-App gebaut, auf der alles zu einer digitalen Schnitzeljagd zusammengeführt wurde. Jetzt sind die Märchen in Form von QR-Codes versteckt – wenn ihr sie mit eurem Smartphone scannt, könnt ihr euch die Märchen anhören. Am Ende erwartet euch außerdem noch ein Rätsel!

HIER kommt ihr zur App und könnt direkt loslegen. Für die Nutzung muss nichts heruntergeladen werden. Wenn ihr euer Smartphone nur zum Anhören der Märchen nutzen möchtet, könnt ihr zu den Öffnungszeiten im Stadtlabor eine analoge Karte abholen. Diese beinhaltet ebenso die Hinweise zu den Verstecken! Für die Schnitzeljagd empfehlen wir Kopfhörer. Wenn euch bei der Schnitzeljagd auffällt, dass ein QR-Code fehlt oder beschädigt ist, meldet euch bitte direkt bei uns unter hallo@stadtlabor-wittenberg.de. Viel Spaß und ein märchenhaftes Erleben!

OPEN CALL: ZUKUNFT VORSTELLEN

Instagram Open Call Slides

06.02. – Ab jetzt besteht wieder – und zum vorerst letzten Mal – die Möglichkeit, Ideen für die Innenstadtstadtentwicklung in Wittenberg einzureichen und damit die Chance auf eine Förderung aus Mitteln des Verfügungsfonds des Stadtlabors. Für mehr Infos hier klicken: OPEN CALL 2025

Sonderpreis Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt 2024

06.02. – Unter dem Motto „Städte gestalten – Gemeinschaft bauen“ wurden in diesem Jahr für den Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt Projekte nominiert, die als Vorreiter soziale und funktionale Diversität, kommunale Identitätsstiftung und Baukultur fördern. Diesmal wurde erstmalig ein Sonderpreis verliehen – und zwar an das Stadtlabor Wittenberg! Wir bedanken uns herzlich für den Preis.

„Teens Kitchen“ startet!

20.01. – 1255 von rund 3700 Stimmen hat das Projekt Teens Kitchen bei der Abstimmung zum Verfügungsfond 2024 erhalten und jetzt geht es los! Innerhalb von 10 Treffen lernen Jugendliche unkompliziert, schnell und schmackhaft zu kochen. Im Anschluss wird immer zusammen gegessen und alle Teilnehmenden können bei jedem Treffen einen Gast einladen. Am Ende wollen soll ein digitales Kochbuch entstehen! Wenn du bei Teens Kitchen dabei sein willst, benötigen wir im Voraus einige Daten. Hier kannst du dich bis zum 26.01.25 direkt anmelden: Anmeldung Teens Kitchen

Das sind die ausgewählten Projekte aus der zweiten Verfügungsfond-Runde!

20.01. – Sieben Projekte zur Belebung der Wittenberger Innenstadt haben es bei der Schüler:innen-Abstimmung im Herbst 2024 in die Umsetzung geschafft. Insgesamt standen 19 Innenstadtideen aus der Stadtgesellschaft Wittenbergs zur Auswahl, mindestens fünf sollten von dem Verfügungsfond des Stadtlabors (der diesmal insgesamt 50.000 Euro umfasst) gefördert werden – die Entscheidung trafen rund 3850 Kinder und Jugendliche! Damit haben sie jetzt aktiv die Gestaltung ihrer Innenstadt mitbestimmt – danke an alle, die mitgemacht haben und diese demokratiebildende Begegnung ermöglicht haben. Damit alle Kinder und Jugendlichen eine gute Grundlage für ihre Entscheidung hatten, haben wir für alle eine „Ideenzeitung“ mit eingelegten Abstimmungsbögen hergestellt und sie nach Klassen abgepackt in allen 17 Schulen Wittenbergs verteilt. Durch die engagierte Mitarbeit der Schulleitungen, Sekretariate und Lehrkräfte war eine hohe Teilnahme möglich – mit einer Beteiligung von 73 Prozent zeigt sich ihre große Bereitschaft, Verantwortung für das gemeinsame Umfeld zu übernehmen! Diese sieben Innenstadtideen werden 2025 im Stadtraum sichtbar werden:

  1. Platz: Grüne Innenstadt-Oasen, 10.000 Euro mit 1887 Stimmen

    Das Projekt „Grüne Innenstadt-Oasen“ zielt darauf ab, einen Impuls für die klimatische Zukunftsfähigkeit der Innenstadt zu setzen ­­– für alle, denen die Stadt zu heiß ist und Stein alleine zu langweilig ist! Gemeinsam mit Jugendlichen, Bürger:innen und Fachexpert:innen sollen modulare und begrünte Aufenthaltselemente geschaffen werden, die Schatten spenden und die Biodiversität fördern! 

    2. Platz: Auszeit, 10.000 Euro mit 1742 Stimmen

      Auch dieses Projekt beschäftigt sich mit der Problematik fehlender Sitzmöglichkeiten in der Innenstadt. Durch Sitzbänke soll der Stadtraum neben bestehenden Konsumangeboten auch zum Ausruhen, Entspannen und zum Austausch genutzt werden. Erweitert durch eine Begrünung und beispielsweise Mülleimer sollen die Bänke außerdem die Attraktivität der Innenstadt steigern! Deren Ort und Pflege wird durch Patenschaften mit Gewerbetreibenden und Anwohnenden der Innenstadt bestimmt.

      3. Platz: Spielfeld Stadt, 10.000 Euro mit 1594

      Wo gibt es in der Innenstadt Spaß und Unterhaltung für Kinder und Jugendliche, konsumfrei und barrierefrei? Durch farbige Spielfelder und Spielfiguren auf dem Arsenalplatz soll unabhängig von der Tageszeit ein Miteinander geschaffen und die Stadt zum Spielfeld gemacht werden!

      4. Platz: Bunte Tischtennisplatten, 8.200 Euro mit 1451

      Das Projekt ist für Jugendliche, die Lust haben einen Treffpunkt an schönen Plätzen in der Innenstadt zu haben. In Zusammenarbeit mit lokalem Handwerk sollen bei einem Workshop gemeinsam farbige und mobile Tischtennisplatten aus Holz hergestellt werden. Das Ziel ist es, konsumfreie Angebote in der Innenstadt zu schaffen und somit mehr Jugendlichen einen Anlass zu bieten, in die Innenstadt zu kommen. 

      5. Platz: Cult Club Central, 10.000 Euro mit 1407 Stimmen

      Die Idee ist der nächste Schritt des Förderprojektes „Cult Club“ aus dem Verfügungsfond 2023: mit dem Motto „von Jugendlichen für Jugendliche“ möchte die Gruppe eine Plattform zur Vernetzung und Zusammenarbeit von jungen Menschen aus Wittenberg fördern. Bisher fanden regelmäßige Vintage-Flohmärkte im Stadtlabor statt, die viele Menschen zusammengebracht haben, nun soll ein Leerstand belebt werden und zu einem zentralen Raum mit dem Schwerpunkt Vintage/Streetwear-Mode werden! 

      6. Platz: Teens Kitchen, 5.200 Euro mit 1255 Stimmen

      Zwei Mal im Monat soll mit einer Gruppe von Jugendlichen im Stadtlabor gekocht werden – Teilnehmende bringen jeweils zwei Gäste mit, sodass jedes Mal neue Gruppenkonstellationen zwischen den Jugendlichen entstehen. Die Rezepte werden von den Teilnehmenden ausgesucht und am Ende soll ein digitales Kochbuch entstehen!

      7. Platz: Rollrevolution, 7250 Euro mit 990 Stimmen

      Bei diesem Projekt sollen alle lernen, neue Orte zum Skaten zu schaffen und wie sie diese ohne Benachteiligung und Ausgrenzung nutzen können! Dabei soll sich eine Community gründen, die von FLINTA*s getragen wird und durch Workshops und Vorträge dabei unterstützt wird, sich Gehör zu verschaffen. Durch Aufmerksamkeit für diese Themen bringen sie somit Vielfalt in die Stadt!

      Bei einem gemeinsamen Treffen im Dezember sind wir mit allen Ideengebenden in die Planungsphase gestartet!

      Vielen Dank an alle weiteren Ideengeber:innen für das Engagement und die tollen, eingereichten Projekte für die Innenstadt: „Bezaubernder Marien-Kirchplatz: Wettbewerb für einen Platz für Menschen“, „Geschichtswerkstatt: Kriege, Klimakrise, Korruption – Bock auf Revolution? Deine Oma (vielleicht) auch!“, „In 80 Takten um die Welt: eine trommelnde Weltreise durch die Musik“, „Kunst am Berg: Bunkerberg“, „Mitfahrbank inklusive Website“, „Morphlab: Raum für experimentelle Filmkunst“, „Open Stage“, „Plauderstühle auf dem Marktplatz“, „Dienstleistungskombinat als neues Reparatur-Nachhaltigskeits-Center“, „Sichtbar: Kunstschaufenster und Projektraum für unsere Stadt!“, „Stadt-Hack“ und „Wittenberg goes Hollywood“

      Schon in wenigen Wochen besteht wieder die Möglichkeit, neue Ideen einzureichen. Bleibt also dran!

      Workshop CINEMASTORIES

      09.01. – Am 18. Januar startet im Stadtlabor der zweiteilige Workshop „Cinemastories“ mit der Filmemacherin Anastasia Veber – kostenlos, ab 16 Jahren und mehrsprachig auf englisch, russisch und deutsch! Anastasia gewann mit ihrem Kurzfilm „Trap“ den Goldenen Bären auf der Berlinale und zeigt in ihrem Workshop-Format an zwei Wochenenden, wie einfach es ist, magische Momente im Alltag sowie in der unmittelbaren Umgebung zu finden und sie sichtbar zu machen – und das mit simplen Mitteln, mit dem Handy. Teil des Workshop ist es, einen eigenen Kurzfilm herzustellen, der ein Ausdrucksmittel einer ganz persönlichen Perspektive ist. Weitere Informationen zu Anastasia Veber, zum Workshop und der Anmeldelink hier: http://www.stadtlabor-wittenberg.de/cinemastories

      Jetzt wird abgestimmt! 

      14.10. – Aktuell befinden wir uns in der Abstimmungsphase über die Ideen aus der zweiten Runde im Rahmen unseres Verfügungsfonds. Aus dem Ideenaufruf im Sommer sind insgesamt 19 Ideen hervorgegangen, über die ab dieser Woche von allen Schüler:innen in Wittenberg abgestimmt werden kann. Denn, das ist das besondere an diesem Projekt: wir nehmen unseren Auftrag ernst, Kinder und Jugendliche ganz besonders in den Fokus zu rücken, wenn es um die Zukunft ihrer Innenstadt geht; und zwar, in dem wir ihnen die finale Entscheidung überlassen, welche der eingereichten Ideen tatsächlich umgesetzt werden.  

      Die Abstimmung in den Schulen geht bis zum 01. November. Wenn deine Schule aus irgendeinem Grund nicht mitmacht – das gibt es leider auch – dann melde dich bitte bei uns – am besten per Mail unter hallo@stadtlabor-wittenberg.de oder zu unseren Öffnungszeiten.  

      Für alle Schüler:innen, die während des Abstimmungszeitraums Fragen zu den eingereichten Ideen oder allgemein zur Abstimmung haben, gibt es ab sofort bis zum 1. November eine Extra-Sprechstunde und zwar immer mittwochs und donnerstags von 15-17 Uhr. 

      Wir sind total gespannt, wie ihr euch entscheidet und drücken allen Ideengeber:innen die Daumen! Am 12. November ab 16:30 geben wir dann bei einer Veranstaltung im Stadtlabor bekannt, welche Ideen es geschafft haben. Bis dahin können alle Ideeneinreichungen in einer kleinen Ausstellung während der Öffnungszeiten bei uns besichtigt werden. 

      Verfügungsfond 2024

      14.06. – Ab jetzt gibt es eine neue Möglichkeit Ideen für die Innenstadt einzureichen und damit die Chance auf finanzielle Förderung aus den Mitteln des Stadtlabors. Gibt es etwas, was in der Innenstadt fehlt, geändert werden sollte oder ausprobiert werden muss? Du hast eine gemeinwohlorientierte Idee für ein Projekt, einen Ansatz oder eine Interventionen zur Steigerung der Innenstadtattraktivität oder für einen Leerstand? Sehr gut, das ist schon einmal der erste Schritt. Mehr Infos dazu hier

      Bauworkshop

      12.02. – Im Februar haben Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule aus Halle, gemeinsam mit Auszubildenden aus lokalen Handwerksbetrieben, das Mobiliar fürs Stadtlabor gebaut.
      Dazu haben sich die Studierenden über das Wintersemester in einem eigenen Seminar theoretisch vorbereitet und sind dann an den ersten beiden Februarwochenenden jeweils zum praktischen Einsatz nach Wittenberg angereist.

      Dort sind sie dann auf die Auszubildenden und Ausbilder der Fachbetriebe getroffen und haben am ersten Wochenende erstmal gemeinsam, direkt vor Ort im Stadtlabor, entworfen: einen Küchenblock, mehrere Tribünen, Stauraum + Garderobe, Raumtrennsystem und Lichtkonzept. Das alle möglichst beweglich, sodass der Raum weiterhin flexibel und für möglichst unterschiedliche Anlässe genutzt werden kann. Die Entwürfe, die an einem Tag entstanden sind wurden dann unter der Woche in den Betrieben in Teilen, gemeinsam mit dem Team vom Stadtlabor und Endboss, vorgefertigt und dann, am folgenden Samstag gemeinsam vor Ort eingebaut.
      Bis tief in die Nacht wurde gebaut, genäht, geschweißt und verdrahtet was das Zeug hält und das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, sondern seitdem auch im Stadtlabor genutzt werden.

      Eröffnung

      30.01. – Mitte Januar waren die Räumlichkeiten des Stadtlabors am Markt 3 baulich fertiggestellt und wir konnten „den Laden“ feierlich eröffnen.

      Neben einer kurzen Eröffnungsansprache des Oberbürgermeisters Torsten Zugehör, haben wir Hanna Noller eingeladen mit einem Vortrag zum Thema „Gebaute Orte der Demokratie“ – weil das ganz gut zu unserem Grundverständnis und Vision des Stadtlabors passt. Außerdem haben sich die sechs ausgewählten Projekte aus dem Ideenmarathon nochmal der Öffentlichkeit präsentiert und bei selbstgebackenem Brot (Danke an Michel Winter!) und Getränken gab es Gelegenheit zum Kennenlernen und Ideenaustausch.

      Das war der Ideenmarathon

      22.12. – Die erste große Gelegenheit, Projekte für die Innenstadt einzureichen, bot der Ideenmarathon vom 15.12. – 17.12.2023. Ein ganzes Wochenende lang, hat sich das Stadtlabor hier mit interessierten Menschen aus der Stadtgesellschaft mit den Problemen und Herausforderungen in der Wittenberger Altstadt beschäftigt.

      Eingeladene Expertinnen und Experten aus verschiedenen Städten und Fachbereichen gaben bei dem Ideenmarathon im Arsenal nicht nur einen Einblick in ihre eigenen Erfahrungen und Projekte, sondern unterstützen vor allem dabei, Ideen, die von den Teilnehmenden selbst eingebracht wurden, soweit auszuarbeiten, dass sie am Sonntag öffentlich und vor Publikum präsentiert werden konnten.
      Am Ende der Veranstaltung konnte das Publikum dann direkt vor Ort, per Stimmabgabe darüber entscheiden, welche Ideen in der ersten Förderrunde des Verfügungsfonds – bei der insgesamt 60.000 Euro zur Verfügung standen – gefördert werden sollen. Im Ergebnis werden nun sechs Ideen aus insgesamt elf Einreichungen in den kommenden Monaten in Zusammenarbeit mit dem Stadtlabor umgesetzt. Die ausgewählten Projekte spiegeln ein breites Spektrum an Altersgruppen, Interessen und Anliegen in der Innenstadt wider – von gemeinsamem Brotbacken über Bewegungsangebote bis hin zu Märchengeschichten werden bald viele neue Impulse für eine gemeinsame Entwicklung der Innenstadt Wittenbergs erlebbar.

      Ein Fenster zur Stadt

      29.11. – Mit der Portraitreihe „Wittenberg hat viele Gesichter“ wollen wir hier, in unserem Fenster zur Stadt, regelmäßig möglichst viele unterschiedliche Personen zu Wort kommen lassen. Denn zu den vielen Gesichtern gehören natürlich auch die vielen unterschiedlichen Geschichten und Perspektiven– und Unterschiede und Vielfalt.
      Nachtrag: Die nächste Runde dieser Reihe starten wir wieder im Herbst 2024. 

      Was es brauchen könnte

      02.10. – Im August und September haben wir drei Workshops in den Themenfeldern Jugend & Junge Familien, Kunst & Kultur und Einzelhandel & Handwerk durchgeführt, um etwas über die aktuellen Bedürfnisse und Wünsche der Akteure aus diesen Handlungsfeld herauszufinden. Daraus entwickeln wir jetzt das Programm für’s Stadtlabor. Herzlichen Dank an alle, die teilgenommen haben!