INNENSTADTPROJEKTE

INNENSTADTPROJEKTE

Förderprojekte
2025

Im Mai 2025 haben die Kinder und Jugendlichen in Wittenberg ein zweites Mal die Zukunft ihrer Innenstadt selbst in die Hand nehmen können: Nach dem Open Call im Frühjahr 2025 wurden insgesamt 23 Innenstadtideen von Menschen aus und außerhalb der Stadt für den dritten und somit letzten Verfügungsfond (diesmal in Höhe von 128.000 Euro) eingereicht. Erneut haben wir eine große Abstimmung in allen 17 Schulen Wittenbergs organisiert: alle Schüler:innen von der 3. bis zur 13. Klasse haben eine „Ideenzeitung“ mit eingelegten Abstimmungsbögen erhalten. Diese haben wir für jede Klasse einzeln gepackt und an die Schulen geliefert – diesmal waren wir in 20 Klassen eingeladen, das Stadtlabor, die Zeitung und den demokratiebildenden Prozess der Abstimmung vorzustellen. Dieser Dialog ermöglichte einen Austausch dazu, wie Teilhabe und die Verantwortung für die eigene Stadt funktionieren können. Nach drei Wochen haben wir die Stimmzettel wieder eingesammelt und ausgewertet: bis auf eine Grundschule haben alle Schulen der Stadt teilgenommen und ingesamt 3200 Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit genutzt, eine Entscheidung für die Zukunft ihrer Innenstadt zu treffen! Diese hohe Teilnahme verdanken wir insbesondere den engagierten Schulleitungen, Sekretariaten und Lehrkräften! Neun Projekte wurden dazu ausgewählt, die Innenstadt Wittenberg noch in diesem Jahr zu beleben. Sie werden aktuell in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtlabor und der Stadtverwaltung ausgearbeitet. Das sind die ausgewählten Projekte:

Kino To Go

Mit „Kino To Go“ wurde die Wittenberger Innenstadt im September 2025 zum Freiluftkino. Eingereicht wurde das Projekt von UFO UFO, einem Berliner Raumforschungskollektiv, das über verschiedene Medien neue Erzählungen in den Stadtraum bringt. Ziel war es, Plätze und ungewöhnliche Orte im öffentlichen Raum der Wittenberger Innenstadt neu zu interpretieren. In einem mehrtägigen Workshop im August baute das Team zusammen mit teilnehmenden Kindern einen mobilen Kinowagen mit Projektor.

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Fotos: Greta Hientzsch

In einem zweiten Schritt kuratierten sie das Filmprogramm. Gemeinsam wurden Trailer geschaut, diskutiert und abgestimmt. Außerdem gestaltete das Team zusammen mit den Teilnehmenden selbstgemalte Banner und Plakate im Siebdruckverfahren. Am 12. September 2025 startete das Festival mit einer Eröffnungsgala und jeder Menge Popcorn. Der Kinowagen zog bei Sonnenuntergang durch die Stadt, mit Limo und Decken im Gepäck wurden an verschiedenen Orten die Kurzfilme „Yuck!“ (Loïc Espuche, 2024), „Der Besuch“ (Conrad Tambour, 2022) und „Ice Merchants (Joao Gonzalez, 2022) gezeigt.

In einem zweiten Schritt kuratierten sie das Filmprogramm. Gemeinsam wurden Trailer geschaut, diskutiert und abgestimmt. Außerdem gestaltete das Team zusammen mit den Teilnehmenden selbstgemalte Banner und Plakate im Siebdruckverfahren. Am 12. September 2025 startete das Festival mit einer Eröffnungsgala und jeder Menge Popcorn. Der Kinowagen zog bei Sonnenuntergang durch die Stadt, mit Limo und Decken im Gepäck wurden an verschiedenen Orten die Kurzfilme „Yuck!“ (Loïc Espuche, 2024), „Der Besuch“ (Conrad Tambour, 2022) und „Ice Merchants (Joao Gonzalez, 2022) gezeigt.

Am nächsten Tag verwandelte sich die Schlosswiese in ein großes Open-Air-Kino, wo Kinder, Jugendliche und Eltern den Spielfilm „Raya und der letzte Drache“ (Carlos Lopez Estrada, Don Hall 2021) schauten. Nach dem Film wurde der Kino-Wagen ins Stadtlabor gebracht, wo er nun der Stadtgesellschaft für eigene Filmabende in der Innenstadt zur Verfügung steht. „Kino To Go“ ermöglicht durch die Schnittstelle von Filmkultur und Stadt einen niedrigschwelligen und partizipativen Zugang zu neuen urbanen Narrativen. 

Minigold

Mit „Minigold“ hat das Kollektiv Von Null – ein sechsköpfiges Team aus Landschaftsarchitektur, Kunst und Architektur – gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen einen kreativen Minigolf-Parcours für die Wittenberger Innenstadt gebaut. Ziel des Projekts war es, den öffentlichen Raum spielerisch zu aktivieren und Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, sich handwerklich auszuprobieren, eigene Ideen umzusetzen und den Stadtraum aktiv mitzugestalten.

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MINIGOLD Bauworkshop GretaHientzsch
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MINIGOLD Bauworkshop GretaHientzsch


Fotos: Greta Hientzsch, Patrick Dücker

Im Sommer 2025 entstanden in mehreren Bauworkshops mobile Minigolfbahnen aus recycelten Materialien, die alle jeweils individuell entworfen wurden und an unterschiedlichen Orten in der Stadt bespielt werden können. Ende August wurde der Parcours mit einem großen Turnier auf dem Arsenalplatz eröffnet – mit goldenen Mingolfbällen, Pokalverleihung und jeder Menge Spaß. Seitdem können die mobilen Bahnen mit einer illustrierten Anleitung und Aufbau-Tipps über das Stadtlabor ausgeliehen werden, um eigene Turniere zu veranstalten oder neue Orte in der Stadt zu bespielen.

„Minigold“ ist ein Mitmach- und Upcycling-Projekt, das zeigt, wie gemeinsames Bauen und Gestalten Freude, Bewegung und Begegnung in die Innenstadt bringen kann. Es steht für spielerische Nachhaltigkeit, Kreativität und Gemeinschaft – eine Einladung, Stadtentwicklung mit Humor, Neugier und goldenem Abschlag selbst in die Hand zu nehmen.

A_Float

Mit „A_Float Wittenberg“ hat das ARCANE Studio ein experimentelles Floß für den Schwanenteich umgesetzt. Ziel des Projekts war es, Wasserflächen der Stadt als öffentlichen Raum erfahrbar zu machen und neue Perspektiven auf Begegnung zwischen Wasser, Stadt und Umwelt zu eröffnen.

Die Ideengeberin baute an einem Wochenende zusammen mit zwei weiteren Gestalter:innen und Teilnehmenden des EURO-Camps vier modulare Plattformen aus Holz und Schwimmkörpern sowie eine kleine Brücke, welche direkt auf dem Schwanenteich in der Wittenberger Innenstadt zum Einsatz kamen. 

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Fotos: Greta Hientzsch

Das Projekt versteht sich als künstlerisch-architektonische Intervention und experimentelles Format, welches einen temporären Ort für Begegnung, Ruhe und Reflexion schafft. Während der Installationszeit wurde das Projekt mehrfach nachjustiert, um die Nutzung des Floßes trotz verschiedener Einflüsse, die es auf dem Wasser erlebte, zu ermöglichen. 

Zum Winter hin wurde das Floß abgebaut und eingelagert, um bei Gelegenheit in einem neuen Kontext wieder eingesetzt werden zu können – etwa als schwimmende Bühnen, Ausstellungsflächen oder Garten sowie erneut als mobiler Treffpunkt auf ungewohntem Terrain.

Colorful City

Das Projekt „Colorful City“ wurde von zwei Schülerinnen des Gymnasiums Leucorea mit dem Ziel eingereicht, Wittenberg bunter, lebendiger und freundlicher zu machen. Sie wollten einen Raum schaffen, in dem Kinder und Jugendliche Street Art ausprobieren, eigene Ideen ausdrücken und erleben können, wie es ist, die eigene Stadt aktiv mitzugestalten.

Im Oktober fand ein großer Workshop statt, an dem 20 Kinder und Jugendliche alles rund ums Thema Sprayen lernten: In Anleitung des Street-Art-Kollektivs RED TOWER gestalteten die Teilnehmenden zwölf individuelle Platten, die in Team-Arbeit hergestellt wurden. 

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Fotos: Greta Hientzsch

Zunächst erhielten sie eine Einführung in Street Art und Hip-Hop-Kultur und die Grundlagen des Sprayens. Anschließend bekamen sie ein eigenes Material-Set – vom Acrylmarker über Handschuhe bis zur Maske – und dann ging es auch schon los mit den ersten Skizzen. Parallel dazu wurden im Hof Platten grundiert und Untergründe vorbereitet. Nach einer Mittagspause ging es weiter mit dem farbigen Ausgestalten. In den Trockenphasen wurde gespielt und gequatscht. 

Die wetterfesten Platten können nun flexibel und immer wieder neu an verschiedenen Stellen im Stadtraum ausgestellt werden. So beleuchten sie die künstlerischen Vorstellungen von Jugendlichen zu einer bunteren und lebendigeren Innenstadt. Das Projekt macht deutlich, wie wichtig es ist, jungen Menschen Raum für kreative Stadtverschönerung zu geben.

Labyrinthum – Wege des Holzes

Mit „Labyrinthum – Wege des Holzes“ hat das Studio Diagramm(a) ein Holzlabyrinth als Spiel- und Begegnungsfläche für den Sommer in den Wallanlagen der Innenstadt geschaffen. Ziel des Projekts war es, einen attraktiven Ort für Bewegung, Achtsamkeit und Kommunikation zu gestalten, der alle Altersgruppen anspricht und den Stadtraum auf neue Weise erlebbar macht. 

Das modulare System aus Holz ließ sich leicht auf- und abbauen und aktivierte so eine zuvor kaum genutzte Fläche neben dem Luthergarten. Jugendliche und handwerklich Interessierte waren eingeladen, beim Bau und der Gestaltung mitzuwirken. Gemeinsam mit Teilnehmenden des Euro-Camps setzte die Projektgruppe den Aufbau innerhalb eines Wochenendes um.

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Fotos: Greta Hientzsch

„Labyrinthum“ versteht sich als Projekt für Nachhaltigkeit und poetische Stadterfahrungen. Und es macht Holz als Werkstoff erfahrbar – als Material sich stetig verändert. Auch wenn das Material den Wetterbedingungen nicht dauerhaft standhielt, bleibt das Projekt lebendig: Nach dem Abbau der Installation im November 2025 erhielten die Holzelemente im Stadtlabor ein zweites Leben: In einem Design-Build-Prozess mit POLYCARBONARA entstanden daraus Regale, Tische und neue Stauraummöglichkeiten..

Backmobil Reloaded

Das Backmobil Wittenberg ist ein mobiler Holzofen, der seit seiner Entstehung im Jahr 2023 durch seine erste Verfügungsfonds-Förderung Menschen durch das gemeinsame Backen verbindet. 
Es bringt Geschichten, Rezepte und den Duft von frischem Brot in die Innenstadt zurück. Ob Sauerteigbrot, Dinnete, Zimtknoten, Pita oder Baguette – das Backmobil lädt dazu ein, Bekanntes und Neues auszuprobieren und dabei kulinarische Vielfalt und Backtradition neu zu entdecken. So entsteht ein Ort, an dem sich Jung und Alt, Einheimische und Zugezogene begegnen und miteinander ins Gespräch kommen.  

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Fotos: Greta Hientzsch

Initiiert wurde das Projekt von der gebürtigen Wittenbergerin und in Berlin lebenden Jeanette Merker, die das Backhandwerk und die Gemeinschaft gleichermaßen liebt. Mit viel Engagement organisierte sie die Herstellung des Backmobils: Sie kaufte den Holzbackofen, fand mit dem elektrischen Cargo Runner das passende Transportmittel und ließ in einem lokalen Metallbaubetrieb ein stabiles Untergestell anfertigen.

Im November 2024 wurde der Ofen feierlich eingeweiht. Seitdem sind besonders die offenen Backaktionen unter dem Motto „Open Ofen – von einer Anfängerin für Anfänger:innen“ beliebt. Hinzu kommen kleine Workshops und Crashkurse zu Sauerteig oder Hefezopf, bei denen Wissen geteilt und ausprobiert wird. Dabei spielt auch Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle zum gemeinsamen Teilen von Lebensmitteln und Wissen.

Das Backmobil ist seitdem ein echter Dauerbrenner des Stadtlabors, weshalb die Ideengeberin in der dritten Förderrunde 2025 das Projekt „Backmobil reloaded“ einreichte, um den kleinsten Holzbackofen Wittenbergs zu verstetigen und zu erweitern. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteur:innen der Stadt, darunter der SoLaWi Wittenberg, dem Förderprojekt Teens Kitchen sowie verschiedenen Kita- und Schulklassen, sind weitere Aktionen entstanden, bei denen gemeinsames Backen zu einer sozialen Praxis wird – für Austausch, Teilhabe und ein Stück gemeinsamer Stadtidentität.

Wohnzimmer Welt

Mit dem Projekt “Wohnzimmer Welt” hat STUDIO ZUGANG gemeinsam mit zahlreichen Wittenberger:innen den Gemeinschaftsgarten in der Collegienstraße weiter ausgebaut und neu belebt. Einer der Ideengeber studiert an der Burg Giebichenstein, einer Hochschule, mit der das Stadtlabor bereits kooperiert hat, und ist so auf das Wittenberger Projekt aufmerksam geworden. 

Das Ziel war es, einen offenen, kreativen Ort zum Entspannen, Werkeln und Zusammensein zu schaffen – ein Wohnzimmer unter freiem Himmel mitten in der Innenstadt. 

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Fotos: Greta Hientzsch

Im August wurde in einer ersten offenen Werkstatt direkt auf der Fläche gründlich aufgeräumt und anschließend gemeinsam mit allen, die mitmachen wollten, ein neuer Zaun errichtet, der den Garten einfasst und eine einladende Eingangssituation schafft. In einer zweiten Bauphase im September entstanden wetterfeste Möbel: eine große Tafel zum gemeinsamen Essen, Spielen und Austauschen sowie gemütliche Sitzgelegenheiten im hinteren Teil des Gartens. Am Eingang lädt ein “Geben-und-Nehmen-Schränkchen” dazu ein, Bücher und kleine Schätze zu tauschen. 

Ende September wurde der Abschluss der Bauarbeiten mit einem fröhlichen Gartenfest gefeiert, bei dem die neuen Möbelstücke eingeweiht wurden. Orte wie der Gemeinschaftsgarten sind wichtig, da sie Aushandlungsprozesse im Kleinen sichtbar machen. Hier lernen unterschiedliche Gruppen ihre eigenen Bedürfnisse kennen und Lösungen zu finden, die für alle funktionieren. Themen wie Lautstärke, Pflege und Ordnung müssen in solchen Stadträumen offen angesprochen und gemeinschaftlich ausgehandelt werden. Wer Teil der Gemeinschaft werden will: Am Schwarzen Brett hängt ein QR-Code zur WhatsApp-Gruppe des Gartens. Einfach beitreten und mitmachen! 

Wanderwald

Mit „Wanderwald“ brachte das Team von ARGE:3000 temporäre Grünräume in die Wittenberger Innenstadt. Rund 20 heimische Bäume wurden in Tröge gepflanzt und auf rollbaren Plattformen mit Sitzmöglichkeiten sowie dem Boden stehend zu einer erlebbaren Installation angeordnet. Die Bäume und Sträucher sollten versiegelte Flächen in kleine Oasen zum Erfrischen, Verweilen, Ausruhen und Entdecken verwandeln. 

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Fotos: Greta Hientzsch

Die feierliche Eröffnung begann am 24. August mit einem ökologischen Spaziergang, angeleitet durch den Naturschutzbund, durch die Innenstadt. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Austausch mit Brot vom Backmobil am ersten Standort der Installation in der Gasse zwischen der Schloss- und der Cowiger Straße. Ein temporäres Wasserbecken lud an dem warmen Tag zum Abkühlen ein. Nach dem zweiten Umzug auf den Marktplatz wurden solarbetriebene Lichter aus recyceltem Material und eine kleine Ladestation hinzugefügt. 

Als der Wald schon die ersten Herbstfarben annahm, wanderte er noch ein letztes Mal im Oktober zum Bach beim Schlosspavillon. Begleitend entstand eine kleine Publikation mit Zeichnungen einer Künstlerin, die den Wanderwald dokumentierte. Im November wurde die Installation abgebaut – die Bäume sollen nun ihr neues Zuhause auf einem Wittenberger Schulhof finden.

„Wanderwald“ ist ein Experiment für Klimaschutz und kreative Stadtbegrünung. Es ist ein ökologisches und bildungs-orientiertes Projekt, das zeigt, wie mobile Natur den Stadtraum verändern und einen Impuls für nachhaltige Stadtentwicklung setzen kann.

Stadtwohnzimmer

Mit Stadtwohnzimmer ist im Stadtlabor Wittenberg eine gemütliche Erweiterung entstanden: ein Wohnzimmer mitten in der Stadt. Teppiche, Lampen und verschiebbare, schallabsorbierende Sitzelemente schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Ein öffentlicher Rückzugsort, an dem man lesen, kreativ werden oder einfach Leute treffen kann. Wichtig ist dabei vor allem eins: Hier sind Menschen mit ihren eigenen Ideen willkommen. Es ist ein Raum für Austausch, gemeinsames Ausprobieren, Gestalten und Wachsen.  

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Fotos:

Zudem reagiert das Projekt auf den Wunsch vieler junger Menschen nach nicht konsumorientierten Aufenthaltsorten und wird zu einem Dritten Ort, der Teilhabe ermöglicht und Ko-Kreation fördert. 

Eingereicht wurde das Projekt von zwei Aktiven aus dem Kulturkollektiv Wittenberg (KuKoWi). Dieses kreative Netzwerk hat sich 2025 an der Schnittstelle zu demokratiefördernden Bündnissen in Wittenberg und Engagierten, die bereits viele Formate im Stadtlabor etabliert hatten, gegründet. 

Seit Sommer 2025 und dem Erhalt der Förderung trifft sich die Gruppe regelmäßig zu Planungstreffen um etablierte Formate, die sie im Stadtlabor umsetzten, weiterzuentwickeln. Zum Kreativen Abend, dem Kochabend, Kooperationen mit der Solidarischen Landwirtschaft, dem Queer Space und lokalen Kulturschaffenden kamen im Herbst zahlreiche Angebote wie Siebdruckwerkstätten, Silent Reading, Filmabende, ein Häkelabend, kleine Ausstellungen hinzu. Besonders wichtig ist, dass die Gruppe ständig die gemeinsame Arbeits- und Kommunikationsstrukturen weiterentwickelt, um möglichst fair die sorgende Arbeit rund um ein solches Projekt aufzuteilen.

Die Einweihung am 14. November wurde auf Sofas, an der großen Tafel, mit Getränken und Snacks und guten Gesprächen gefeiert. Musik gab es von Abstrakte Frequenzen, die sich im Frühling 2024 im Stadtlabor gründeten.

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Förderprojekte
2024

Bei unserem Open Call im Sommer 2024 wurden 19 Ideen aus der Stadtgesellschaft eingereicht und erneut sollten mindestens fünf von dem Verfügungsfond (der diesmal insgesamt 50.000 Euro umfasste) gefördert werden. Dafür haben wir im Herbst 2024 die erste große Abstimmung in allen 17 Schulen Wittenberg organisiert, an der rund 3850 Kinder und Jugendliche teilnahmen! Damit die Kinder und Jugendlichen eine gute Grundlage für ihre Entscheidung hatten, haben wir für alle eine „Ideenzeitung“ mit eingelegten Abstimmungsbögen hergestellt und sie nach Klassen abgepackt verteilt und drei Wochen später die Wahlzettel wieder eingesammelt. Durch die engagierte Mitarbeit der Schulleitungen, Sekretariate und Lehrkräfte war eine hohe Teilnahme möglich – die Beteiligung an der Wahl lag bei 73 Prozent. Außerdem durften wir rund 35 Klassen besuchen, um die Zeitung persönlich vorzustellen und teilweise ganze Unterrichtsstunden mit Jugendlichen über Themen wie Gemeinwohl, öffentlicher Raum und Stadtentwicklung sprechen. Sieben Projekte wurden ausgewählt, darunter auf den ersten zwei Plätzen (mit Abstand ) Projekte zu begrünten Sitzgelegenheiten für eine klimatische Verbesserung der Innenstadt und zum Beispiel barrierefreie Bewegungsangebote im öffentlichen Raum.

Grüne Innenstadt-Oasen

Mit dem Projekt „Grüne Innenstadt-Oasen“ setzen sich Jugendliche und junge Erwachsene der Gruppe Fridays for Future Wittenberg für eine klimafreundlichere und lebendigere Innenstadt ein. 

Ihr Ziel: Orte schaffen, die zum Verweilen einladen, Begegnung ermöglichen, Schatten spenden und die Biodiversität fördern – für alle, denen die Stadt zu heiß ist und Stein allein zu eintönig. 
Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass Wittenbergs Innenstadt zwar ein Ort zum Durchlaufen, aber kaum zum Bleiben ist.  

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GrüneInnenstadtOasen Aufbau PatrickDücker
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Fotos: Patrick Dücker

Gemeinsam mit der in Wittenberg wohnhaften Designerin Erika Bosch Ramirez entwickelte das Team daher ein Konzept für mobile Pflanzmodule, die flexibel in der Stadt eingesetzt werden können. 

Die „Oasen“ bestehen aus Gabionenkonstruktionen, Holz und integrierten Pflanzkübeln. Sie stehen auf Aluminiumpaletten und wurden durch eine großzügige Spende der lokalen Abriss- und Recyclingfirma Zegarek GmbH mit recyceltem Mauerwerk gefüllt, das zugleich Lebensraum für Insekten bietet. 

Im Sommer 2025 wurde das Projekt in mehreren Bau- und Pflanzaktionen umgesetzt. Zahlreiche Engagierte – darunter lokale Umweltinitiativen, Gärtnereien sowie Freund:innen und Unterstützer:innen – bauten und bepflanzten die Module gemeinsam. Anschließend wurden sie auf dem Arsenalplatz aufgestellt und werden seither vom Kommunalservice gepflegt. 

Das Projekt wirkt als Impuls für die klimatische Zukunftsfähigkeit der Innenstadt. Es zeigt, wie ökologische Stadtgestaltung und soziales Miteinander ineinandergreifen können. „Grüne Innenstadt-Oasen“ stärkt das Bewusstsein für das städtische Mikroklima, Gesundheit und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum – und lädt alle ein, Verantwortung für ein grüneres, schöneres Miteinander zu übernehmen. 

Auszeit

Mit dem Förderprojekt Auszeit schaffen zwei Bürger:innen Wittenbergs abseits der Konsumangebote in der Innenstadt neue Orte der Ruhe und Begegnung.  
Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass es in der Wittenberger Altstadt zu wenige Sitzmöglichkeiten zum Verweilen gibt.  

Deshalb wurden mobile Sitzbänke aus Holz und Metall entworfen, die mit bepflanzbaren Elementen kombiniert sind – für eine Auszeit zwischen den innerstädtischen Wegen.  

Foto Auszeit Claudia Knape
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Foto Auszeit Claudia Knape
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Fotos: Claudia Knape

Die Umsetzung der zwei selbstentworfenen Sitzmöbel fand mit lokalen Handwerksbetrieben statt.  Diese wurden dann im Herbst 2025 gemeinsam mit einer Kita-Gruppe bepflanzt und eingeweiht. Die Pflege übernehmen Nachbar:innen und Gewerbebetreibende, die als Pat:innen über das Jahr verteilt für die Blumen sorgen. 

Die Auszeit ermöglicht seitdem, eine Pause zu machen, zu lesen, mit Anderen ins Gespräch zu kommen oder einfach mal Garnichts zu tun. Besonders aber lädt das Projekt dazu ein, öffentliche Räume als Orte des Innehaltens, der Begegnung und des Wohlfühlens neu zu entdecken – für eine lebendige, grüne und einladende Innenstadt. 

Spielfeld Stadt

Wo gibt es in der Innenstadt Spaß und Unterhaltung für Kinder und Jugendliche – konsumfrei, barrierefrei und für alle zugänglich? Diese Frage war der Ausgangspunkt für das Projekt „Spielfeld Stadt“ auf dem Arsenalplatz.  

Die Idee: Durch farbige Spielfelder und Spielfiguren wird die Stadt selbst zum Spielfeld – ein Ort der Bewegung und Begegnung, unabhängig von Alter, Herkunft oder Tageszeit. 

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01 Stadtlabor Wittenberg Förderprojekt Spielfeld Stadt Arsenalplatz Planen Foto William Veder
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Platzgestaltung vor Shopping Center in Wittenberg — 14.08.2025
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05 Stadtlabor Wittenberg Förderprojekt Spielfeld Stadt Arsenalplatz Klopfen Foto William Veder
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Fotos: William Veder

Unterstützt von der in Wittenberg wohnhaften Designerin Erika Bosch Ramirez entstand ein Gestaltungskonzept, das Klassiker wie Mensch ärgere dich nicht, Dame oder Mühle mit modernen Bewegungsfeldern verbindet. Das Stadtlabor half bei der Materialfindung – wetterfeste und zertifizierte Asphaltsticker, die lange halten und die richtige Acrylfarbe – bei der Organisation und bei der Umsetzung. 

Im August 2025 wurde das Spielfeld in einer großen Mitmachaktion aufgebracht: Mit dabei waren Teilnehmende des Euro-Camps, Jugendliche von Reso-Witt e.V., dem Jugendclub Techna und viele Freiwillige aus Wittenberg. Wer keine Spielfiguren dabei hat, kann sie sich einfach im Stadtlabor, am Kiosk oder im nahegelegenen Museum ausleihen. Über QR-Codes auf dem Platz sind Spielanleitungen und Ideen abrufbar.  

„Spielfeld Stadt“ zeigt, dass Stadtentwicklung auch Spaß machen kann – indem man den Alltag unterbricht und den öffentlichen Raum neu interpretiert. Das Projekt macht deutlich, wie sich Straßen und Plätze durch spielerische Nutzung verändern können. Die Neugestaltung des Platzes schlägt eine neue Interpretation des öffentlichen Raums vor und ermöglicht so, dass verschiedene soziale Gruppen und Altersklassen durch ein gemeinsames Interesse aufeinander treffen. 

Bunte Tischtennisplatten

Mit dem Projekt „Bunte Tischtennisplatte“ schafft ein Wittenberger Schüler neue, konsumfreie Treffpunkte für Jugendluche – offen, bunt und jederzeit nutzbar. Ziel ist es, öffentliche Orte durch künstlerische gestaltete Tischtennisplatten aufzuwerten und so neue Räume für Bewegung, Begegnung und öffentliche Teilhabe zu schaffen. 

In Zusammenarbeit mit der lokalen Tischlerei IhrHolzStück und dem Stadtlabor-Team setzte der Ideengeber sein Projekt Schritt für Schritt um. Vom Entwurf über die Herstellung in der Werkstatt bis hin zum Aufbau begleitete er die Entstehung der farbenfrohen und mobilen Tischtennisplatten aktiv mit.

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Fotos: Patrick Dücker, Kerstin Gergert

Gefertigt aus dem nachhaltigen Material Purenit – einem wetterfesten, recycelten Hartschaum – sind sie langlebig und ressourcenschonend zugleich. Neben dem sportlichen Aspekt steht der Gedanke im Vordergrund, wie öffentliche Flächen durch kleine, farbenfrohe Impulse lebendiger und Jugendkultur sichtbarer werden können. 

Im Sommer 2025 wurden die Platten auf dem Marktplatz, dem Arsenalplatz und am Amselgrund in den Wallanlagen aufgestellt – Orte, an denen Jugendliche, Familien und Passant:innen kostenlos spielen, sich treffen und miteinander ins Gespräch kommen können. 

Teens Kitchen

Mit „Teens Kitchen“ ist im Stadtlabor ein Bildungs- und Beteiligungsprojekt entstanden, das die Themen Kochen, Ernährung und Gemeinschaft miteinander verbindet. Von Februar bis Juni trafen sich rund zehn Jugendliche aus vier Schulen zweimal im Monat, um gemeinsam zu kochen, zu essen und voneinander zu lernen.  

Die beiden Wittenbergerinnen, die das Projekt initiiert haben, wollten den Jugendlichen die Möglichkeit geben, praktisch zu lernen, zu planen und Verantwortung zu übernehmen.  

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Fotos: Patrick Dücker, Kerstin Gergert

Beim ersten Treffen wurden die Erwartungen besprochen und anschließend abwechslungsreich und preiswert gekocht – mit bunten Zutaten und Rezepten aus aller Welt, die die Jugendlichen selbst ausgewählt hatten. Zu dem gemeinsamen Essen durften die Jugendliche jedes Mal neue Gäste einladen. Anschließend wurde gemeinsam reflektiert, was besonders gut gelungen war und was man beim nächsten Mal besser machen könnte. Dabei ging es nicht nur ums Kochen selbst, sondern auch um Teamarbeit, Selbstorganisation und die Wertschätzung von Lebensmitteln.  

Durch Kooperationen mit dem Backmobil, der Solidarischen Landwirtschaft und einer syrischen Bäckerei wurden dafür immer wieder neue Impulse gesetzt. Beim letzten Treffen nahmen die Teilnehmenden die Herausforderung an, ein Buffet für rund 30 Personen auszurichten – mit einer Vielfalt an Snacks und ihren Lieblingsgerichten.  

Zum Abschluss erhielt jede:r einen gestalteten Kochkalender mit Rezepten, Bildern und Karikaturen der vergangenen Monate. Nach Projektende schlossen sich die Jugendlichen vereinzelt anderen Formaten im Stadtlabor an. 

Sie wurden beispielsweise Teil der Backmobil-Crew oder unterstützen beim regelmäßigen Kochabend, zu dem die Ideengeberinnen sie fortwährend informieren und einladen. „Teens Kitchen“ zeigt, wie gemeinsames Kochen und Essen Menschen generationsübergreifend verbinden kann! 

Rollrevolution

Das Projekt RollRevolution wurde von einer Schülerin aus Wittenberg ins Leben gerufen und richtet sich an FLINTA* – also Frauen, Lesben, Intersexuelle, Nicht-Binäre, Trans- und Agender-Personen. Ziel ist es, neue Orte zum Skaten zu schaffen, an denen alle ohne Benachteiligung, Angst oder Ausgrenzung lernen, üben und sich begegnen können.  

Im Mittelpunkt steht die Idee, durch Workshops, Vorträge und gemeinsame Sessions einen Safer Space aufzubauen – einen Ort, an dem Diskriminierung thematisiert und solidarisch Miteinander gelebt wird.  

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FiedaKnie Rollrevolution Linoldruck
FiedaKnie Rollrevolution Linoldruck

Fotos von: Patrick Dücker

So gab es u.a. einen Workshop der Leipziger Gruppe “Skate Space”, einen Vortrag zum Thema Feminismus, ein Vernetzungsfrühstück zum CSD in Wittenberg sowie regelmäßige FLINTA*-friendly Skate-Sessions.  

Der Höhepunkt des Projektes war ein Skate Camp im Sommer 2025. Nach einem Impuls der Stadtforscherin Dr. Mary Dellenbaugh-Losse (urban.policy) zu gendergerechter Stadtplanung wartete auf die Teilnehmer:innen ein ganzes Wochenende voller Austausch, Bewegung und Gemeinschaft – auch über das Skaten hinaus.  

In Anleitung des Designstudios “Wert der Dinge” hat die Gruppe mobile Rampenelemente gebaut und bemalt, die ein flexibles Skate-Angebot in der Innenstadt ermöglichen. Noch am gleichen Wochenende fand die erste große Testveranstaltung auf dem Arsenalplatz statt.   

Die RollRevolution knüpft an frühere Formate wie den Skate Summer an und verbindet Jugendsport, urbane Kultur und feministische Bildung – sie fördert eine temporäre, offene Bewegungskultur im öffentlichen Raum.   

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Förderprojekte
2023

Im Dezember veranstalteten wir in den Leerständen des innerstädtischen Einkaufszentrums den Ideenmarathon. Ein ganzes Wochenende lang erarbeiteten rund 25 Wittenberger:innen mit Mentor:innen aus Architektur, Kultur und urbaner Praxis insgesamt 11 förderfähige Ideen. Mit dem FABmobil, einem fahrenden Kunst-, Kultur- und Zukunftslabor aus Sachsen ausgestattet mit allen möglichen digitalen Produktionswerkzeugen, konnten sie Modelle zu ihren Projekten erstellen. Am dritten Tag präsentierten die Teilnehmenden ihre Ideen bei einer öffentlichen Ideenmesse in der Exerzierhalle und stellten sie rund 150 Besucher:innen vor. Diese stimmten dort darüber ab, welche Vorschläge mit insgesamt 60.000 Euro gefördert werden sollten. Die folgenden sechs Projekte wurden ausgewählt und bildeten den Auftakt für die erste Förderrunde:

Skate Summer

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Pumptrack Wittenberg 2024 194
Pumptrack Wittenberg 2024 267
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Stadtlabor Wb 2024
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Pumptrack Wittenberg 2024 253
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Pumptrack Wittenberg 2024 264
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Stadtlabor Wb 2024
Foto: Michel Winter
Foto: Michel Winter
Foto: Michel Winter
Pumptrack Wittenberg 2024 253
Skate Summer3
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Fotos von:

Aus dem Förderprojekt „Skate Summer“ entstand in der Collegienstraße 67/68 einer der größten Eingriffe in den Stadtraum im Rahmen des Verfügungsfonds: ein Ort, der zeigt, was Stadtgesellschaft, Stadtverwaltung und das Stadtlabor gemeinsam schaffen können.  

Die Ideengeber:innen, beide Eltern, reichten aus dem Wunsch nach mehr Bewegungs- und Ausprobierflächen für Kinder und Jugendliche die Idee eines Pumptracks ein. 
Während der Suche nach dem richtigen Ort dafür gelang es, eine rund 1000 m2 große Brachfläche in der Innenstadt zu aktivieren, die schon seit vielen Jahren nicht betretbar war. 

In einem offenen Entwurfsworkshop mit Teilnehmenden aus der Dirtbike-, BMX- und Skateszene, Kindern, Jugendlichen und Urban-Gardening-Interessierten entstand die Idee zu einem Pop-Up-Park mit Gemeinschaftsgarten, Sitzgelegenheiten und einem Wellenweg zum Rollen und Ausprobieren.  

Im Mai 2024 wurde die Fläche innerhalb von nur fünf Tagen gemeinschaftlich umgestaltet: Endboss, Freund:innen aus aller Welt und Wittenberger:innen knieten gemeinsam im Beton und bauten begrünte Palettenmöbel. Diese Erfahrung ist für alle ein starkes Bespiel für Selbstwirksamkeit gewesen und zeigt, wie Stadt im Handeln entsteht.  

Nach der Einweihung bildete sich rund um die Ideengeber:innen eine Gruppe von Nachbar:innen, Teilnehmenden der Bauaktion, sportbegeisterten Kindern und Jugendlichen sowie Garteninteressierten, die sich gemeinsam um die Fläche kümmerten. Zusammen mit der Nachbarschaft wurden Regeln und Möglichkeitsräume abgesteckt, die in Form von Beschilderung an dem Ort festgehalten wurden. Zahlreiche Menschen unterstützten das Projekt mit Pflanzen, Werkzeug und Materialspenden – darunter besonders die Abriss- und Recyclingfirma Zegarek GmbH. 

Backmobil – Wir backen das!

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Fotos von: Jeanette Merker

Das Backmobil Wittenberg ist ein mobiler Holzofen, der Menschen durch das gemeinsame Backen verbindet. Es versammelt Geschichten und Rezepte und hat das Ziel, das Backhandwerk wieder in die Innenstadt zu rücken. Ob Sauerteigbrote, Dinnete, Zimtknoten, Pita oder Baguette – das Backmobil lädt ein, kulinarische Vielfalt und Backtradition(en) neu zu erleben und gemeinsam Bekanntes und Neues auszuprobieren.

So kann es auch den Austausch zwischen Jung und Alt, Einheimischen und Zugezogenen fördern! Initiiert wurde das Projekt von der gebürtigen Wittenbergerin und motivierten Rückkehrerin Jeannette Merker.

Noch lebt und arbeitet sie in Berlin, bezeichnet sich selbst aber als motivierte Rückkehrerin. Im Herbst 2024 weihte Jeannette das Backmobil erstmalig ein und plant in diesem Jahr das Format „Open Ofen“ (Termine unter Programm), zu dem sie die Bewohner:innen Wittenbergs herzlich einlädt, das Backmobil kennenzulernen und mitzubacken. 

 JUBmobil – Bewegt Euch!

Ideenbekanntgabe — Verfügungsfond | Stadtlabor Wittenberg — 12.11.2024
Ideenbekanntgabe — Verfügungsfond | Stadtlabor Wittenberg — 12.11.2024
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Fotos von: endboss, William Vedder

Das JUBmobil ist ein mobiler Fahrradanhänger voller Sportgeräte.  
Sein Ziel: jungen Menschen eine flexible, nachhaltige Möglichkeit zu geben, (Frei)Räume in der Innenstadt zu bespielen. Niedrigschwellig. Spontan. Gemeinsam. 

Mit dem Anhänger kannst du die Stadt zum Spielfeld machen! Tischtennisplatte ausklappen, Basketball spielen, Fußball kicken, Federball ausprobieren – und neue Leute treffen. Es gibt Bälle, Schläger, faltbare Fußballtore, ein Speedometer für die Schussgeschwindigkeit und mehr!

Die Idee geht über Transport hinaus.  Das JUBmobil steht für ein gemeinschaft-liches und community-basiertes Nutzungskonzept. Es fördert Eigeninitiative, Organisation und Miteinander. So entsteht ein dynamischer Freiraum, der Kreativität, Bewegung und Miteinander fördert. 

Entwickelt wurde der Anhänger im Sommer und Herbst 2024 in mehreren kreativen Entwurfsworkshops in der Metallwerkstatt beim Internationalen Bund in Wittenberg – gemeinsam mit Auszubildenden und dem Ideengebenden.  Schritt für Schritt entstand hier ein leichter Aluminium-Grundkörper mit viel Stauraum. Das Material der Verkleidungen und Platten ist besonders: recycelter Kunststoff – darunter alte CDs und Verpackungen.  Ein Highlight der Konstruktion ist die ausklappbare Tischtennisplatte, die direkt am Wagen befestigt ist. 

Ende 2024 wurde das JUBmobil gemeinsam mit dem Kreissportbund Wittenberg bei einer Sportaktion auf dem Arsenalplatz eingeweiht. Mit Neon-Bällen für Tischtennis im Dunkeln, Basketball-Challenges und Federball in leuchtenden Farben.  

Seitdem kann der flexible Anhänger zu Veranstaltungen, in Parks oder auf Plätzen genutzt werden. Das JUBmobil macht die Innenstadt zum Trainingsfeld – es aktiviert den öffentlichen Raum mit Spontanität, Bewegung und Gemeinschaft. 

Cult Club

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Cult Club1
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Fotos von: Cultclub

Der Cult Club wurde von einem Freundeskreis rund um zwei Wittenberger Schüler gegründet. Ihr Ziel war es, eine Plattform von Jugendlichen für Jugendliche zu schaffen, die Begegnungen zwischen verschiedenen Schulen und Bekannten-kreisen sowie den Austausch zu weiteren, gemeinsamen Ideen für einen selbstverwalteten Raum ermöglicht. 
Der gemeinsame Nenner dafür sollte das Thema Vintage-Mode sein. 

Im Mai 2024 fand im Rahmen dessen der erste Cult-Club-Vintage-Flohmarkt statt. 

Das Format erlangte schnell Bekanntheit unter den Jugendlichen der Stadt, da die Organisator:innen selbst Teil der Zielgruppe waren und so ihre Community unmittelbar erreichten. 

Im Laufe des Jahres folgten noch fünf weitere Termine, bei denen regelmäßig rund zehn Jugendliche aus dem Netzwerk der Ideengeber beim Aufbau, der Durchführung und dem Abbau halfen.  
Neben dem Flohmarkt fanden Formate statt, wie ein Fotografie- und ein Digitale-Technologien-Workshop statt, in denen Jugendliche neue kreative Fähigkeiten erlernten, die sie für eigene Projekte nutzen können. 

Nach diesem ersten Schritt, bei dem sie verschiedene Aufgabenbereiche und -teilungen kennenlernten und Spaß an dem Betrieb der Plattform entwickelten, reichten die Ideengeber in der zweiten Runde erneut einen Förderantrag ein und wurden ausgewählt. 

Bevor es zur Verstetigung kommen konnte, waren die Ideengeber jedoch so stark in die Schule eingebunden, dass es ihnen schwerfiel, das Projekt weiterzuführen.  
Zwar übernahm eine feste Gruppe verlässlich Verantwortung, jedoch besuchten die meisten die gleiche Schule und waren im gleichen Alter. Für eine tragfähige Community-Struktur wäre hier mehr Heterogenität wichtig gewesen, damit die Koordination des Netzwerkes nicht auf den Schultern Einzelner lastet.  

Im Cult Club testeten Jugendliche aus, wie es sich anfühlt, das Stadtlabor als eigenen Ort zu begreifen, Verantwortung zu tragen und die Stadt selbstwirksam mitzugestalten – nah an ihren Themen, Bedürfnissen und Ideen. Nach Projektende wurde die im Stadtlabor entstandene Flohmarkt-Ausstattung von einer neuen Gruppe Jugendlicher aufgegriffen. 

Eine Stadt zeichnet

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Fotos von:

Das Projekt „Eine Stadt zeichnet“ wurde von zwei engagierten Schülerinnen ins Leben gerufen. Inspiriert durch den Künstler Yadegar Asisi, der sagte: „Zeichnen ist so wichtig wie Lesen und Schreiben“, wollten sie Menschen durch das gemeinsame Zeichnen im Stadtraum zusammenbringen.  
Ziel war es, Wittenberg aus unterschiedlichen und ganz persönlichen Perspektiven zu betrachten und Gespräche über die Wahrnehmung der Stadt anzustoßen. 

Gemeinsam mit Yadegar Asisi als Schirmherr des Projekts und mit Unterstützung einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung entwickelten die Ideengeberinnen das Konzept weiter. 
Dazu luden sie lokale Künstler:innen als Workshopleiter:innen ein und formulierten Leitfragen, um eine künstlerische und zugleich räumliche Annäherung an die Stadt zu ermöglichen.  

Im Sommer 2024 wurden die Zeichenworkshops umgesetzt: Über eine Woche hinweg erkundeten rund 60 Teilnehmende gemeinsam mit den lokalen Künstler:innen Freya Elisabeth Partscht, Bärbel Mohaupt, Mario Stieber, Filipe Pinheiro, Astrid Lesnik und Julie Böhm sowie mit Yadegar Asisi die Innenstadt mit Stift und Skizzenblock. 

Die entstandenen Zeichnungen wurden anschließend in leerstehenden Schaufenstern präsentiert. Die Innenstadt selbst wurde somit zur Galerie. Trotz anfänglicher Verzögerung, weil nur wenige Eigentümer:innenihre Räume zur Verfügung stellten, gelang eine beeindruckende Ausstellung. Die illuminierten Schaufenster gaben den Blick frei auf eine lebendige Stadt aus vielen, individuellen Perspektiven gezeichnet. 
Die Resonanz war so groß, dass die Stadt Wittenberg das Format 2025 eigenständig fortführte, erneut in Zusammenarbeit mit Yadegar Asisi und lokalen Künstler:innen. 

Es war einmal … eine märchenhafte Schnitzeljagd

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Fotos von:
Mario Stieber
Doreen Hainich
Patrick Dücker

Wie kann die Wittenberger Innenstadt für Kinder und Jugendliche zugänglicher und spannender werden?  
Mit dieser Frage beschäftigten sich sieben junge Ideengeberinnen und entwickelten ein Projekt ganz nach dem Motto: von Kindern für Kinder!  

Ihre Idee: Die Innenstadt soll durch märchenhafte Elemente belebt werden. Im Mittelpunkt steht ein digitaler Audio-Walk, der das ganze Jahr über erlebbar ist und ein besonderes Angebot für Familien, Kinder und Spaziergänger:innen schafft. 

Beim Ideenmarathon im Dezember 2023 überzeugten die Kinder, unterstützt vom Verein Leucoreadorf Bystrica, mit ihrer märchenhaften Vision.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtlabor wurde das Projekt technisch und organisatorisch vorbereitet. Gemeinsam mit der Wittenbergerin Lisa Marie Sauerbrey (Narration und Text) wählten die Kinder ihre Lieblingsmärchen aus, schrieben sie um und sprachen sie anschließend im lokalen Tonstudion „Blank Room Audio“ selbst ein.  

Bei einem Workshop mit der Plattform Interkit entstand eine Web-App, auf der alle Geschichten zu einer digitalen Schnitzeljagd zusammengeführt wurden. 
Dafür entwickelten die Ideengeberinnen zusammen mit dem Künstler Mario Stieber (Illustrator) Grafiten.  

Nun sind die Märchen als QR-Codes in der Altstadt versteckt. Wer sie mit dem Smartphone scannt, kann die Erzählungen hören, den Figuren folgen und am Ende sogar ein Rätsel lösen.  
Für diejenigen, die das Smartphone nur zum Hören nutzen wollen, wurde eine gedruckte Karte mit Hinweisen hergestellt.  

Das Projekt verbindet analoge und digitale Elemente: Neben dem fahrbaren Märchenturm auf einem Anhänger, der in einer lokalen Tischlerei gebaut wurde und bei Veranstaltungen rund um die Märchenschnitzeljagd zum Einsatz kommt, lädt der Audio-Walk zu Bewegung, Entdeckung und Fantasie im Stadtraum ein.  

Am 23. März 2025 feierte das Förderprojekt „Es war einmal … eine märchenhafte Schnitzeljagd“ im Eunicke-Park seine große Eröffnung.  
 
https://app.eswareinmal.stadtlabor-wittenberg.de  

Vielen Dank an alle weiteren Ideengeber:innen für das Engagement und die tollen, eingereichten Projekte für die Innenstadt:

Danke an alle, deren Projekte zwar nicht zur Umsetzung ausgewählt wurden, die aber wertvolle Beiträge geleistet haben und sich teilweise in anderen Projekten weiter engagiert haben. Das waren die vielen anderen Innenstadtideen:  
 
Verfügungsfond 2023: 
„Open-Stage Mobil“, „Lastenrad Flotte“, „Fête de la musique“, „Malprojekt“,  
 
Verfügungsfond 2024: 
„Reparatur-Nachhaltigkeitscenter“, „Open Stage“, „Wittenberg goes Hollywood“, „Mitfahrbank“, „Stadt-Hack“, „Bezaubernder Marienkirchplatz“, „Morphlab“, „Geschichtswerkstatt“, „Plauder-Stühle“, „SichtBar“, „In 80 Takten um die Welt“ 
 
Verfügungsfond 2025: 

„Artefakte Wittenbergs“, „Aus dem Rahmen gefallen“, „Dein Raum für Zukunft“, „Eine runde Sache“, „FutureLAB“, „Kultour-Bus“, „Lebendiger Gemeinschaftsgarten“, „Potemkin Art Academy Wittenberg“, „Reform Hub“, „Saatgut-Fundgrube“, „Stuhlstationen für Wittenberg“, „Theater der Straße“, „Wetterlabor“, „Wittenberger Stadtkarte der Menschen“

News

CoApp – Das Stadtlabor Wittenberg hat jetzt eine digitale Plattform! 

01.12. - In den letzten Wochen haben wir im Hintergrund fleißig getüftelt – jetzt ist es so weit: 
Das Stadtlabor Wittenberg hat eine eigene digitale Plattform. Ab sofort und zukünftig läuft ein großer Teil der gemeinsamen Organisation über die CoApp, eine in Deutschland entwickelte Plattform für gemeinschaftliche Projekte und offene Räume wie das Stadtlabor. Hier geht's zur Anleitung für die ersten Schritte: HOW TO COAPP

Design Build: Restebauen – Offene Werkstatt mit Polycarbonara

30.11. - Direkt im Anschluss an die Abschlussfeier fand am Wochenende vom 29. bis zum  30. November der Workshop “Restebauen” statt! In einer offenen Werkstatt entwickelte das Duo Polycarbonara gemeinsam mit Menschen aus der Stadtgesellschaft aus übrig gebliebenen Materialien Neues für die Räumlichkeiten am Markt 3.  

Ein Rückblick mit Aussichten – 2,5 Jahre Stadtlabor Wittenberg 

28.11. - Ende November haben wir den Abschluss der Bundesförderung „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ gefeiert – und damit endet vorerst auch unser Auftrag als Team von @endboss.eu. In den letzten 2,5 Jahren ist eine Plattform entstanden, auf der Menschen aus der Stadt zusammenkommen konnten, um den Ist-Zustand der Innenstadt immer wieder neu zu verhandeln und Ideen zu erproben, wie Wittenberg lebendiger und zukunftsfähiger gestaltet werden kann.